Eine Erläuterung zu 6 wesentlichen Projektmanagementmethoden

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Die wichtigsten Punkte
Berücksichtige bei der Auswahl deiner Methode die Einschränkungen, die Komplexität, das Team und die erwarteten Änderungen deines Projekts – orientiere dich nicht an der Beliebtheit.
Agile, Scrum, Kanban, Scrumban eignen sich für sich wandelnde Anforderungen und schnelles Feedback.
Die Waterfall-Methode eignet sich am besten für Projekte mit festem Umfang und sequenzieller Abfolge.
Die Lean-Methode setzt auf Wertmaximierung durch weniger unnötigen Aufwand.
Seien wir ehrlich – dasselbe Projektmanagement-Framework funktioniert normalerweise nicht bei allen Projekttypen. Keine zwei sind gleich, das heißt, dass derselbe Aktionsplan möglicherweise nicht auf einen anderen anwendbar ist.
Deshalb gibt es verschiedene Projektmanagementmethoden, die du je nach deinen spezifischen Anforderungen befolgen kannst. Vielleicht kennst du bereits einige dieser Methoden, aber weißt du auch, welche Projekte am besten für den jeweiligen Prozess geeignet sind?
In diesem Leitfaden erläutern wir die sechs beliebtesten Projektmanagementmethoden, die du kennen solltest, um deine Projektzielsetzungen erfolgreich zu erreichen.
Was ist eine Projektmanagementmethode?
Eine Projektmanagementmethode ist ein System oder eine Technik, die zur Durchführung einer Aufgabe oder zur Umsetzung eines Ziels verwendet wird. Es gibt verschiedene gängige Methoden – jede mit ihren eigenen einzigartigen strukturierten Frameworks, Regeln und Prinzipien – um Teams durch Planung und Ausführung zu führen.
Jede Projektmanagementmethode bringt einzigartige Stärken und Schwächen mit sich. Erfahrene Projektmanager wählen das am besten geeignete Framework aus, indem sie die Anforderungen des Projekts, die Stakeholder, die Zeitleiste und die Teamdynamik sorgfältig berücksichtigen.
So wählst du die am besten geeignete Projektmanagementmethode
Die Auswahl der richtigen Projektmanagementmethode ist wichtiger für den Erfolg deines Teams, als du denkst. Bei einem Projektstart musst du deine Ziele, die Teamstruktur und die organisatorischen Anforderungen berücksichtigen, um zu verstehen, welches Framework die besten Ergebnisse liefert.
Um das wirkungsvollste System für ein Projekt auszuwählen, solltest du zunächst diese Faktoren berücksichtigen:
Projektbudget: Wie viel Geld wird für das Projekt ausgegeben?
Zeitleiste: Wann ist das Projekt fällig oder welche Fristen sind erforderlich?
Ziele: Was sind die Endziele und -ergebnisse des Projekts?
Werte: Welche organisatorischen Ziele und Werte gelten für dieses Projekt?
Komplexität und Skalierung: Welches Qualifikationsniveau ist erforderlich oder wie viele Ressourcen werden zur Fertigstellung des Projekts benötigt?
Flexibilität: Wie beweglich oder starr sind die Endziele, Zeitpläne, Ergebnisse und Team- oder Stakeholder-Erwartungen des Projekts?
Projekttyp und Branche: Welche Variablen hat das Projekt und wie sind sie auf die spezifische Branche ausgerichtet?
Team: Wie groß und erfahren ist das Team, welche Kompetenzen haben die einzelnen Mitglieder und welche Methoden werden für die Zusammenarbeit und Kommunikation genutzt?
6 beliebte Projektmanagementmethoden
Wenn du die Stärken der verschiedenen Projektmanagementmethoden kennst, bist du besser in der Lage, den richtigen Ansatz für dein Team zu finden.
Durch die Nutzung der am besten geeigneten Projektmanagementmethode, kannst du Risiken verringern, die Effizienz verbessern und hochwertige Ergebnisse erzielen. Alles hängt von deinem Team, den Ressourcen und der Art des Projekts ab.
Um dir die Entscheidung zu erleichtern, findest du hier eine kurze Übersicht über die sechs beliebtesten Projektmanagement-Frameworks:
Methode | Framework-Ansatz | Empfohlen für | Ideal für | Artefakte |
Agile | Adaptiv | flexible, schnelle und kurze kollaborative Sprint-Projekte | Softwareentwicklungs-, Produkt- oder Marketing-Teams und alle funktionsübergreifenden Gruppen | Produkt-Backlog, Sprint-Backlog, Task-Board, User Storys |
Scrum | Adaptiv | schnelle und kontinuierliche Entwicklungsprojekte | Webentwickler-, Produkt- und funktionsübergreifende Softwareteams | Produkt-Backlogs, Sprint-Backlogs, Inkremente (abgeschlossene Aufgaben), Sprint-Boards, Burndown-Charts |
Kanban | Adaptiv | die Visualisierung des Fortschritts von Aufgaben und Verwaltung fortlaufender Projekte | Support- und Operations-Teams sowie Teams mit kontinuierlichem Aufgabenfluss | Kanban Boards, Kanban-Karten, WIP-Grenzen (Work-in-Progress-Grenzen), Workflow-Richtlinien |
Scrumban | Hybrid | flexible und schnelle Projekte mit strukturierten Plänen | Teams, die von Scrum zu Kanban wechseln oder sowohl Struktur als auch Flow benötigen | Scrumban Boards, Scrumban-Karten, WIP-Grenzen, Backlogs, Richtlinien |
Lean | Adaptiv | Projekte, die mit weniger mehr erreichen und Verschwendung reduzieren | Teams mit Fokus auf Effizienz, Start-ups oder Gruppen für die Prozessverbesserung | Wertstromdiagramme, Kanban Boards, Experimentprotokolle, Standard-Arbeitsdokumentationen |
Wasserfall | Prädiktiv | umfangreiche, zielorientierte und festgelegte Projekte mit klar definiertem Umfang | Teams in regulierten Branchen, im Infrastrukturbereich und dort, wo Anforderungen gleichbleibend und klar sind | Anforderungsspezifikationen, Projektpläne, Gantt-Diagramme, Design-Dokumente, Testpläne, Freigabedokumente |
1. Agile

Agile ist mehr als eine Methode – es handelt sich um eine Reihe von Prinzipien, die für eine schnelle, flexible und kollaborative Projektabwicklung entwickelt wurden.
Diese Methode ist ideal für kleine Teams. Das Framework des agilen Projektmanagements legt den Schwerpunkt auf kurze, iterative Zyklen (Sprints), minimale Bürokratie und schnelle Anpassung an Veränderungen.
Durch die Reduzierung von Hindernissen wie übermäßiger Dokumentation und Meetings sorgt Agile dafür, dass Teams fokussiert und reaktionsfähig bleiben.
Frameworks wie Scrum und Kanban bieten Struktur, während kontinuierliches Kunden-Feedback und iterative Verbesserungen dafür sorgen, dass Projekte sich wandelnden Anforderungen gerecht werden. Die Anpassungsfähigkeit von Agile macht diese Methode zu einer hervorragenden Wahl für dynamische, kollaborative Projekte.
2. Scrum

Scrum ist eines der am weitesten verbreiteten Frameworks, das die Prinzipien von Agile für schnelle und anpassungsfähige Teamarbeit in die Praxis umsetzt.
Scrum ist eine Agile-Methode, die Projekte in zeitlich begrenzte Iterationen unterteilt. Sie werden als Sprints oder Scrum-Sprints bezeichnet. Diese Sprints laufen normalerweise in Zyklen von zwei bis vier Wochen.
Diese Methode ist ideal für die Überarbeitung von Websites mit einem Entwicklerteam und unterstützt die kontinuierliche Verbesserung sowie dynamische Aufgabenlisten. Beispielsweise erfordert die Verbesserung der Customer Journey einer Website eine kontinuierliche Iteration, um mit den sich ändernden Kundenerwartungen und der digitalen Landschaft Schritt zu halten.
Das Ziel von Scrum besteht darin, mithilfe kleiner kollaborativer und eigenverantwortlicher Teams sowie iterativer Aufgabenlisten komplexe Produkte zu entwickeln, zu erstellen, bereitzustellen und zu betreiben.
Es gibt Rollen, Ereignisse und Scrum-Artefakte. Zu den Rollen zählen ein Produktinhaber, ein Entwicklerteam und ein Scrum Master. Ereignisse sind beispielsweise Sprints, Daily Scrums oder Stand-up-Meetings und Artefakte umfassen Produkt- und Sprint-Backlogs.
Projektteams und Stakeholder spielen in Scrum eine entscheidende Rolle. Ihre Interaktion und Kommunikation sind Schlüsselfaktoren für den Projekterfolg.
Auch die funktionsübergreifende Zusammenarbeit ist in Scrum von entscheidender Bedeutung. Sie ermöglicht Teams aus verschiedenen Disziplinen, effizient zusammenzuarbeiten, damit das Projekt erfolgreich abgewickelt werden kann.
3. Kanban

Kanban ist eine weitere Projektmanagementmethode, die ähnlich wie Scrum Agile-Prinzipien folgt. Sie ist visuell und konzentriert sich auf die Optimierung von Workflows sowie die Minimierung von Projektengpässen.
Kanban eignet sich auch ideal für Projekte, die von kleinen, flexiblen und kollaborativen Teams durchgeführt werden, aber eine starke Visualisierung erfordern.
Aufgaben werden vor Ort visuell auf Notizzetteln oder Kanban Boards angezeigt, die den Fortschritt mithilfe von Spalten abbilden. Kanban Boards dienen der Visualisierung von Aufgaben und Workflows, wobei Aufgaben aus einem Backlog durch die Spalten des Boards wandern.
Diese Spalten stellen – von Anfang bis Ende – die verschiedenen Phasen des Prozesses dar, der mit dem Backlog beginnt. Dank visueller Darstellungen von Aufgaben im Backlog, Work in Progress und abgeschlossenen Aufgaben eignet sich dieses Framework hervorragend für die meisten Projekte, die über mehrere Status hinweg Änderungen erfordern.
Das wäre auch für ein zweites Projekt hilfreich, insbesondere, um den Status von Aufgaben zu verfolgen, während sie den kreativen Prozess durchlaufen.
Zum Beispiel umfasst die Gestaltung einer Webseite für eine neue Produktlinie verschiedene Schritte und erfordert den Input kreativer Teammitglieder. Kanban Boards helfen Teams dabei, den Projektfortschritt während des gesamten Projektlebenszyklus zu visualisieren und zu verfolgen.
Diese Visualisierung gibt dir und deinem Team einen Überblick darüber, was gut läuft und wo Hindernisse auftreten.
4. Scrumban
Was passiert, wenn du die Geschwindigkeit von Scrum mit der Flexibilität von Kanban kombinierst? Du erhältst Scrumban – eine hybride Projektmanagementmethode, die darauf ausgelegt ist, das Beste aus beiden Welten zu bieten.
Scrumban kombiniert die Sprint-basierte Planung und die regelmäßigen Überprüfungen von Scrum mit dem kontinuierlichen Workflow und dem auf Pulls basierenden Aufgabenmanagement von Kanban.
Anstatt alle Aufgaben zu Beginn eines Sprints zu planen, ermöglicht diese Methode deinem Team, neue Aufgaben aus dem Backlog zu entnehmen, sobald Kapazitäten verfügbar sind. So können Projekte reibungslos abgewickelt werden, ohne dass jemand überlastet wird.
Work-in-Progress-Grenzen (WIP-Grenzen) von Kanban helfen dabei, Engpässe zu vermeiden, während Scrum-Zeremonien wie Stand-ups und Retrospektiven für kontinuierliche Zusammenarbeit und Verbesserung sorgen.
Scrumban eignet sich normalerweise am besten für Teams, die die Struktur von Scrum benötigen, denen aber auch die Flexibilität und visuelle Klarheit von Kanban zugute kommt. Wenn dein Team in einem schnelllebigen Umfeld arbeitet und der Workload unvorhersehbar ist, ermöglicht diese Methode eine schnelle Anpassung an sich ändernde Prioritäten.
5. Lean

Für Unternehmen, die ihre Geschäftsabläufe transformieren möchten, ist dieLean-Methode möglicherweise interessant.
Lean-Projektmanagement ist eine Methode, die sich auf Effizienz und Kundennutzen konzentriert. Sie zielt darauf ab, die Wertschöpfung zu maximieren und gleichzeitig Verschwendung zu minimieren.
Prozessverbesserung ist ein Grundprinzip der Lean-Methode. Dies ist eine großartige Möglichkeit, hochwertige Ergebnisse zu liefern und gleichzeitig die Effizienz zu steigern, wodurch unnötige Ausgaben, Ressourcen, Arbeits- oder Zeitaufwand auf ein Minimum reduziert werden.
Lean wurde in der japanischen Fertigungsindustrie entwickelt, um die Qualitätskontrolle zu verbessern und Redundanzen zu beseitigen, die später den Preis des Produkts erhöhen oder den Mehrwert für Kunden verringern könnten. Das Toyota-Produktionssystem ist der Ursprung von Lean.
Es revolutionierte die Produktionseffizienz durch Prinzipien wie Just-in-time-Produktion und nachfragebasierte Steuerung. Heute werden Lean-Prinzipien in vielen Branchen eingesetzt, um die Effizienz zu verbessern und unnötige Aufgaben zu eliminieren.
Die Lean-Methode definiert drei Arten von Projektverschwendung: Muda, Mura und Muri (auch als die "Drei Mu" bekannt).
Bei Muda geht es darum, Verschwendung oder alles, was keinen Mehrwert bringt, zu beseitigen.
Mura erfordert eine Optimierung von Prozessen. Wenn also ein Aspekt des Projekts zu lange dauert, muss etwas weiter unten in der Aufgabenliste schneller abgeschlossen werden.
Bei Muri geht es darum, Hindernisse zu beseitigen, wie etwa zu viele Stakeholder-Meetings.
6. Wasserfallmodell

Projektmanagement nach dem Wasserfallmodell ist ein bewährtes Framework, das es seit den 1970er Jahren gibt. Es handelt sich um einen traditionellen Ansatz, der sich durch einen linearen, sequenziellen Prozess auszeichnet, bei dem jede Phase nach unten in die nächste "fließt".
Das Wasserfallmodell eignet sich am besten für Projekte mit einem klar definierten Projektumfang und minimalen Änderungen. Es erfordert ein sehr solides Verständnis des Endziels und der Schritte, die notwendig sind, um es zu erreichen.
Bei diesem Framework wird das gesamte Projekt in definierten Projektphasen verwaltet, wobei jede vom Abschluss der vorherigen abhängt. Dieser strukturiertere Ansatz wird häufig für Softwareprojekte verwendet.
Solche Projekte folgen normalerweise einem sequenziellen Prozess – Anforderungen, Entwurf, Implementierung, Überprüfung und Wartung – mit wenig Spielraum für Fehler oder Flexibilität. Der Ansatz eignet sich am besten für vertraute Projekte, die nur minimale Anpassungen erfordern.
Ziehe diese Methode für umfangreiche Marketingprojekte in Betracht, die du in der Vergangenheit ähnlich durchgeführt hast. Sie ist eine gute Wahl, wenn dein Prozess wasserdicht und gut dokumentiert ist, sodass keine Überraschungen zu erwarten sind.
Erfasse und analysiere alle Projektanforderungen und Deadlines. Dies erfordert viel Vorarbeit und Planung.
Es ist wichtig, entscheidende Aufgaben und Aufgabenabhängigkeiten zu identifizieren. Eine ähnliche Methode, die hier nicht behandelt wird, ist die Critical Path Method (CPM). Sie wird genutzt, um die Reihenfolge wichtiger Aufgaben zu bestimmen, die abgeschlossen werden müssen, um die Deadline einzuhalten.
Gestalte dann deinen Ansatz so, dass die einzelnen Phasen nacheinander abgeschlossen werden und ihre jeweilige Deadline einhalten, bevor du den Plan überprüfst und in die Tat umsetzt.
Der Erfolg deines Teams beginnt mit der Wahl der richtigen Projektmethode
Es gibt noch viele weitere Methoden, und die richtige für dein Projekt auszuwählen, kann schwierig sein. Achte vor allem darauf, ein System zu wählen, das für dich, dein Projekt und dein Team geeignet ist.
Projektmanagementmethoden wurden entwickelt, um basierend auf den Umständen eines Projekts die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen. Nimm dir die Zeit, herauszufinden, was am besten geeignet ist, probiere es aus und führe mit deinem Team eine Nachbesprechung durch, um herauszufinden, was funktioniert hat und was nicht.
Projektmanagementsoftware wie Jira ermöglicht es Tausenden von Teams, ihre Projekte erfolgreich und pünktlich abzuschließen. Ganz gleich, für welche Methode du dich entscheidest, Jira bietet dir die richtigen Tools, Ansichten und Workflows.