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Was ist ein Engpass? Die häufigsten Ursachen für Projektverzögerungen und wie du sie behebst.

By Atlassian

Du weißt wahrscheinlich selbst, wie frustrierend es ist, wenn Fristen überschritten werden. Wenn sich in bestimmten Bereichen die Arbeit anhäuft, während andere Mitglieder des Teams untätig herumsitzen und darauf warten, dass Aufgaben vorankommen – dann hast du ein Problem.

Diese Verzögerungen sind keine zufälligen Ereignisse oder Pech. Sie sind Symptome von Projektengpässen. Die Blockaden in deinem Workflow verhindern die effiziente Umsetzung und lassen selbst mit höchster Sorgfalt geplante Projekte entgleisen. 

Engpässe kosten Teams mehr als nur Zeit. Sie verursachen Stress, senken die Moral und hindern dein Unternehmen daran, bei voller Kapazität zu arbeiten. Die gute Nachricht: Wenn du diese spezielle Projektmanagement-Fähigkeit zur Aufdeckung von Ursachen und Einschränkungen einmal verstanden hast, kannst du sie systematisch beseitigen. 

Was sind geschäftliche Engpässe und wie lassen sie sich vermeiden? Lies weiter und erfahre mehr über die Hauptursachen von Engpässen in Geschäftsabläufen sowie praktische Schritte zu ihrer dauerhaften Behebung. 

Was ist ein Engpass?

Ein Engpass ist ein beliebiger Punkt in einem Workflow mit begrenzter Kapazität, wodurch sich Arbeit anstaut und der gesamte Prozess verlangsamt wird. Ein anschauliches Beispiel: Bei einer Flasche fließt die Flüssigkeit gleichmäßig durch den breiten unteren Teil, wird aber am engeren Hals eingeschränkt. 

Im Betrieb könnte diese Einschränkung eine einzelne Person sein, die alle Anfragen genehmigt, ein veraltetes System, das ein erhöhtes Volumen nicht bewältigen kann, oder ein Prozessschritt, der dreimal länger dauert. Ein Engpass im geschäftlichen Kontext geht über die unmittelbare Verlangsamung hinaus. 

Wenn ein Teil des Workflows nicht mithalten kann, entsteht ein Dominoeffekt, der den Durchsatz reduziert, die Wartezeiten verlängert und Teammitglieder frustriert. Das gesamte Projektlebenszyklus-System kommt nur so schnell voran wie die langsamste Stelle.

Screenshot: Operations-Workflows

Du könntest ein hochqualifiziertes Team haben, das 90 % der Aufgaben effizient bearbeitet. Wenn aber die letzten 10 % in einem Engpass feststecken, leidet die Gesamtleistung erheblich.

Die Hauptursachen für Engpässe in operativen Workflows

Engpässe entstehen, wenn bestimmte Einschränkungen bei Personen, Tools oder Prozessen nicht mit dem Arbeitsfluss mithalten können. Manchmal sind diese nicht sofort erkennbar und zeigen sich erst, wenn die Arbeitsbelastung ein kritisches Niveau erreicht hat. 

In anderen Fällen werden sie auch in das System eingeführt, wenn Teams neue Schritte hinzufügen oder wenn Kommunikationsmuster zusammenbrechen. Die Herausforderung besteht darin, dass Engpässe oft nicht erkannt werden.

Die zugrunde liegenden Probleme tarnen sich oft als normale betriebliche Reibungspunkte, bis sie gravierend genug werden, um Fristen und die Teammoral zu beeinträchtigen. Sehen wir uns die Hauptursachen für Engpässe in Unternehmen genauer an: 

Begrenzte Ressourcen, die Prozesse verlangsamen

Ressourcenbeschränkungen sind eine der offensichtlichsten Ursachen für Engpässe. Wenn nicht genügend Personal, Ausrüstung oder Budget für die Bewältigung der Arbeit da ist, bleibt irgendwo etwas auf der Strecke. 

Screenshot: Zeitleistenansicht in Jira

Eine Herausforderung im Team-Management könnte bedeuten, dass du fünf Entwickler hast, aber nur zwei Personen, die Code überprüfen können. Es entsteht also ein Review-Engpass, der jedes Projekt zum Stillstand bringt. Mit der richtigen Kapazitätsplanung und Transparenz können Teams Arbeitslasten verstehen und so Engpässe verhindern, bevor sie auftreten.

Schlechtes Workflow-Design, das den Durchsatz einschränkt

Manchmal liegt das Problem nicht an der Kapazität, sondern an der Strukturierung der Arbeit. In organisch entstandenen Workflows sammeln sich oft unnötige Genehmigungsschritte, redundante Überprüfungen oder Übergaben zwischen zu vielen Personen an. 

Wird bei der Projektplanung die Effizienz nicht berücksichtigt, arbeiten Teams am Ende mit Prozessen, die in der Praxis Engpässe verursachen. Ein Projektumfang, der während der Planungsphase angemessen erschien, kann bei der Umsetzung Workflow-Ineffizienzen offenbaren. Ohne Optimierung führen diese Planungsfehler dazu, dass ein Projekt nach dem anderen auf dieselbe Weise ausgebremst wird.

Kommunikationsstörungen, die die Entscheidungsfindung verzögern

Durch klare Kommunikation laufen Workflows reibungslos ab. Wenn Informationen nicht richtig fließen, kommt die Entscheidungsfindung zum Erliegen. Die Arbeit hängt in der Schwebe, während Personen auf Antworten oder Genehmigungen warten. 

Fehlende Abstimmung zwischen den Abteilungen verstärkt diese Verzögerungen. Arbeiten funktionsübergreifende Teams mit widersprüchlichen Annahmen, entstehen durch die daraus resultierende Verwirrung Engpässe, die mehrere Teams betreffen. 

Ineffiziente Tools, die die Produktivität reduzieren

Veraltete Systeme, manuelle Prozesse und nicht verbundene Software schaffen Reibung, die sich schnell summiert. Wenn Teammitglieder Daten zwischen Systemen kopieren oder Tabellen manuell aktualisieren müssen – Aufgaben, die automatisiert werden könnten –, verbringen sie Zeit mit Routinearbeit anstatt mit wertvollen Aufgaben. 

Ein Team, das den Projektstatus manuell verfolgt, anstatt Work-Management-Software zu verwenden, verschwendet Zeit mit der Eingabe von Daten, macht Fehler und hat keinen Überblick darüber, wo sich Engpässe bilden. Zu viele Teams verlassen sich bei der Verfolgung und Messung von Arbeit immer noch auf Tabellen.

Es gibt bessere und effizientere Optionen, die detaillierte und organisierte Listen- oder Board-Ansichten bieten. Engpässe entstehen, wo Klarheit über den nächsten Schritt fehlt. Sichtbare Workflows – durch effiziente Projektplanungssoftware – machen dies für dich und dein Team viel einfacher vermeidbar.

Steigende Nachfrage ohne System-Upgrades

Wachstum kann zu einem Engpass werden, wenn Systeme nicht entsprechend der steigenden Nachfrage skaliert wurden. Ein Projektplan, der bei 10 Projekten pro Quartal funktioniert hat, bricht bei 20 Projekten zusammen. 

Skalierst du deine Systeme nicht proaktiv, musst du immer einen Rückstand aufholen und hast mit Verzögerungen und unzufriedenen Teammitgliedern zu kämpfen. 

Arten von Engpässen, die die Leistung beeinträchtigen

Verstehst du die verschiedenen Kategorien von Engpässen, kannst du Probleme schneller diagnostizieren und die richtigen Lösungen anwenden. Diese Arten von Engpässen können die Leistung beeinträchtigen: 

  • Prozessengpässe: Sie treten auf, wenn das Workflow-Design natürliche Engpässe schafft. Sequenzielle Genehmigungsketten, manuelle Übergaben zwischen Abteilungen oder schlecht definierte Projektumfangsanforderungen schaffen Prozessengpässe, die die Arbeit verlangsamen – unabhängig von den Ressourcen. 

  • Personalengpässe: Wenn bestimmte Personen zu Single Points of Failure werden. Personalengpässe entstehen, wenn inoffizielle Ansprechpartner für bestimmte Aufgaben erforderlich sind, oder durch Manager, die Genehmigungsverzögerungen verursachen. Die Arbeit kommt zum Stillstand, wenn die Person abwesend ist oder Arbeit (versehentlich oder absichtlich) zurückhält.

  • Technologie-Engpässe: Sie entstehen, wenn Tools die Arbeitslast nicht bewältigen können. Zu Technologie-Engpässen zählen langsame Server, Systeme, die unter der Last abstürzen, manuelle Dateneingabe oder Software, die Arbeit in starre Prozesse zwingt. 

5 Strategien, um Engpässe in Workflows zu beheben und dauerhaft zu lösen

Der erste Schritt zur Beseitigung von Engpässen ist ihre Identifizierung. Beginne damit, deinen Workflow zu erfassen und herauszufinden, wo sich Arbeit ansammelt oder verlangsamt. 

Verfolge Metriken wie Zykluszeit, Durchsatz und Work-in-Progress-Grenzen, um Muster zu erkennen. Die Workflow-Analyse sollte Beiträge von den Personen enthalten, die die Arbeit verrichten, da sie die Engpässe täglich erleben. Befolge diese Schritte, um Engpässe in deinem Unternehmen zu mindern: 

1. Wiederkehrende Aufgaben automatisieren, um Workflows zu entlasten

Die Automatisierung ist eine der schnellsten Möglichkeiten, Engpässe zu beseitigen, die durch manuelle, zeitaufwendige Aufgaben entstehen. Werden Routinearbeiten automatisiert, schafft das Kapazitäten für Aktivitäten, die menschliches Urteilsvermögen und Kreativität erfordern. 

Moderne Projektmanagement-Tools übernehmen alles von Statusupdates bis hin zu Aufgabenzuweisungen und sparen dir jede Woche mehrere Stunden Arbeit. Und mit Automatisierung, wie den KI-Funktionen von Jira, kannst du das noch weiter vorantreiben.

Screenshot: Automatisierungsunterstützung in Jira

Funktionen wie die KI-gestützte Aufgliederung der Aufgaben in Rovo für Jira zerlegen komplexe Projekte automatisch in überschaubare Aufgaben. So können sich Teams stundenlange Planungszeit sparen und sicherstellen, dass nichts übersehen wird. 

AI Work Creation generiert Tickets, weist sie den richtigen Teammitgliedern zu und schlägt basierend auf historischen Daten realistische Zeitpläne vor. Ein Entwicklungsteam, das zuvor pro Sprint zwei Stunden für die Planung der Arbeitsaufteilung benötigte, schafft dieselbe Aufgabe nun möglicherweise in fünfzehn Minuten. Dadurch wird ein Engpass umgehend aus dem Workflow entfernt.

Du kannst eine kostenlose Projektplan-Vorlage in Kombination mit KI-Unterstützung verwenden, um deinem Team zu helfen, weniger Zeit mit Verwaltungsaufgaben und mehr Zeit mit der Projektausführung zu verbringen.  

Screenshot: Roadmap-Funktion in Jira

2. Workloads neu verteilen, um die Teamkapazität auszugleichen

Wenn die Arbeitsverteilung ungleichmäßig ist, können Engpässe entstehen. Einige Teammitglieder sind möglicherweise überlastet, während andere noch Kapazitäten frei haben. Ausgewogene Workloads verhindern, dass eine einzelne Person zum Engpass wird. 

Wenn du das Gesamtbild kennst, kannst du Aufgaben an verfügbare Teammitglieder umlagern oder Personen weiterbilden, damit sie verschiedene Arten von Aufgaben bewältigen können. 

Hier ein Beispiel für einen Engpass: Ein QS-Team ist ständig überlastet und Entwickler müssen auf Feedback warten. Entwickler darin zu schulen, erste Tests durchzuführen, kann diesen Engpass beseitigen und Releases schneller vorantreiben.

3. Ressourcen erhöhen, um Prozessengpässe zu beseitigen

Manchmal besteht die Lösung in einer Erweiterung der Kapazitäten. Wenn die Analyse zeigt, dass dein Engpass aufgrund eines Mangels an Ressourcen entstanden ist, musst du nach oben skalieren. Das kann bedeuten, dass du zusätzliches Personal einstellen, die Technologie aufrüsten oder dein Budget für Tools erweitern musst. 

Der Schlüssel liegt darin zu erkennen, ob zusätzliche Ressourcen den Engpass tatsächlich beheben oder ihn lediglich an eine andere Stelle verlagern.

4. Kommunikationskanäle verbessern, um Genehmigungen zu beschleunigen

Eine bessere Kommunikationsinfrastruktur reduziert Engpässe im Informationsfluss. Wenn Genehmigungsprozesse Tage dauern, musst du deine Tools und Praktiken überdenken. 

Die Optimierung der Kommunikation kann bedeuten, dass automatisierte Genehmigungs-Workflows implementiert, asynchrone Kommunikationsnormen eingerichtet oder eine verständlichere Dokumentationen erstellt werden müssen.

Es mag einfach klingen, aber effektive Team-Meetings und klare Entscheidungsrahmen reduzieren die Wartezeiten für Genehmigungen drastisch. Beschleunige Genehmigungszeiten mit eindeutigen Erklärungen oder Projektdetails, indem du ein Loom-Video aufnimmst. Manager können sogar KI-Funktionen nutzen, um das Video zusammenzufassen und so noch schneller Genehmigungen erhalten.

Screenshot: Loom-Desktop mit Aufnahmefenster

5. Kontinuierliche Verbesserungstechniken anwenden, um Workflows zu optimieren

Engpässe sind kein einmaliges Problem. Während sich dein Unternehmen weiterentwickelt, treten neue Einschränkungen auf. Lean, Six Sigma und andere Methoden zur kontinuierlichen Verbesserung bieten dir systematische Ansätze, um Ineffizienzen zu identifizieren und Prozesse fortlaufend zu optimieren. 

Teams, die regelmäßig Workflows überprüfen, Feedback sammeln und schrittweise Änderungen vornehmen, beheben nicht nur die heutigen Engpässe – sie verhindern auch die Entstehung künftiger Probleme.

Engpässe in deinen Workflows schneller identifizieren und beseitigen

Dashboard zur Projektverfolgung in Jira

Jira bietet Teams die Transparenz und Automatisierung, die sie benötigen, um Engpässe zu erkennen, bevor Ineffizienzen Projekte zum Entgleisen bringen. Echtzeit-Dashboards zeigen genau, wo sich Arbeit anstaut, welche Aufgaben länger dauern als erwartet und wer möglicherweise überlastet ist. 

Anstatt Engpässe erst in letzter Minute zu entdecken, wenn Deadlines verpasst werden, kannst du feststellen, wie sie entstehen, und sofort handeln. Jira-Automatisierungsfunktionen helfen dabei, häufige Engpässe zu beseitigen, indem sie Routineaufgaben übernehmen, Vorgänge an verfügbare Teammitglieder weiterleiten und alle auf dem Laufenden halten, ohne ständige Rücksprachen halten zu müssen. 

Wenn du deinen gesamten Arbeitsablauf an einem Ort sehen, den Fortschritt automatisch verfolgen und Engpässe durch Daten statt durch Vermutungen identifizieren kannst, bist du gut aufgestellt, um reibungslose Abläufe aufrechtzuerhalten, auch wenn dein Team und dein Workload wachsen.

Mit Confluence kann dein Team Inhalte schneller und besser gemeinsam bearbeiten.