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So schaffst du eine Kultur für den Wissensaustausch

Tschüss isolierte Informationen, hallo ungehinderte Kommunikation!

Figuren, die einen Schlüssel in ein Schloss stecken

Arbeitest du in einem wirklich offenen Team? Oder versuchen die Mitarbeiter in deinem Unternehmen nur, sich gegenseitig darin zu übertrumpfen, wer die meisten Informationen erfassen und horten kann?

Der Wissensaustausch am Arbeitsplatz ist der Prozess, mit dem Raum für eine offene Kommunikation über Erfolge, Niederlagen und lehrreiche Erfahrungen, die alle Mitarbeiter erleben, geschaffen wird. Ohne diesen ungezwungenen Raum, in dem sich Teamkollegen offen austauschen können, lassen sich kaum gute Ergebnisse erzielen.

Ein effektiver Wissensaustausch findet dann statt, wenn die Kultur und die technische Infrastruktur eines Unternehmens für eine offene Kommunikation ausgelegt sind.

Ironischerweise werden diese fließenden, offenen Umgebungen durch Implementierungsprozesse erreicht. Ein effektiver Wissensaustausch findet statt, wenn die Kultur und die technische Infrastruktur eines Unternehmens für eine offene Kommunikation ausgelegt sind. Bei der Implementierung besserer Praktiken für den Wissensaustausch muss daher eine Strategie entwickelt werden, die sowohl die kulturelle als auch die technische Infrastruktur umfasst.

Richte die Unternehmenskultur auf den Wissensaustausch aus

Es dauert zwar eine gewisse Zeit, bis sich eine Unternehmenskultur ändert, aber die Etablierung geeigneter Practices für den Wissensaustausch im Arbeitsalltag der Teams, Führungskräfte und einzelnen Mitarbeiter ist ein Schritt in die richtige Richtung.

Welchen Bezug hat dein Unternehmen zu Informationen?

Das Verständnis dafür, welchen Bezug dein Unternehmen zu Informationen hat, ist ein wesentlicher erster Schritt bei der Implementierung des Wissensaustausches. Stelle dir hierzu folgende Fragen:

  • Werden Teams angehalten, ihr Wissen für sich zu behalten oder es großzügig mit anderen zu teilen?
  • Spielt die Arbeitsplatzpolitik eine wichtige Rolle dabei, wer in bestimmte Gespräche oder Informationen eingeweiht wird?

Dies macht den Unterschied zwischen einem offenen und einem verschlossenen Ansatz beim Umgang mit Wissen aus. Daher ist es wichtig, herauszufinden, wo dein Unternehmen steht.

Bei Atlassian teilen die Teams Gelerntes offen mit anderen. Auch Erfolge und Misserfolge von Experimenten werden preisgegeben. Die Teams teilen Daten von Forschungsinitiativen und berichten transparent über positive und negative Ergebnisse von Kampagnen oder Produkteinführen, damit jeder sich weiterentwickeln und von dem gesammelten Wissen profitieren kann.

Dilbert-Comicstrip über das Horten von Wissen

Horten deine Mitarbeiter Informationen?

Während du dich mit der Kultur deines Teams vertraut machst, solltest du unbedingt herausfinden, ob Mitarbeiter dazu angehalten werden, Informationen großzügig weiterzugeben oder sie für sich zu behalten. Wenn Teammitglieder das Horten von Informationen als Vorteil betrachten, wurde dieses Verhalten wahrscheinlich durch die Unternehmens- oder Teamkultur verstärkt. Dem kannst du durch die Entwicklung von Praktiken entgegenwirken, die den großzügigen Wissensaustausch unter Mitarbeitern fördern.

Die regelmäßige deutliche Anerkennung der Arbeit von Mitarbeitern in deinem Unternehmen kann ein starker Anreiz dafür sein, mehr Wissen auszutauschen. Und wenn du Teammitgliedern das Gefühl gibst, für ihre Projekte verantwortlich zu sein, zeigt ihnen das, dass sie dein Vertrauen genießen. Dadurch werden sie dir eher mitteilen, was sie brauchen oder dazugelernt haben.

Probiere Folgendes: Suche ein Projekt oder eine wiederkehrende Aufgabe aus, von der du weißt, dass ein Teammitglied sie gerne übernehmen würde und die gut zu dessen Kompetenzen passt. Teile dieser Person mit, dass sie jetzt die Initiative ergreifen und Entscheidungen fällen muss. Unterstütze eine offene Kommunikation und halte Teammitglieder an, über Erfolge, Niederlagen, Fortschritte UND Rückschläge zu sprechen. So wird der Austausch von Verantwortlichkeiten und Wissen zur Routine und Mitarbeiter werden dabei unterstützt, den nächsten Schritt in ihrer beruflichen Entwicklung zu machen.

Wenn Teammitglieder das Horten von Informationen als Vorteil betrachten, wurde dieses Verhalten wahrscheinlich durch die Unternehmens- oder Teamkultur bekräftigt.

Welches Beispiel leben deine Führungskräfte vor?

Transparenz beginnt auf der Führungsebene. Führungskräften muss bewusst sein, dass ihr Verhalten – gutes wie schlechtes – unweigerlich von ihren Angestellten imitiert wird. Wenn du dir bewusst bist, wie du von deinem Team wahrgenommen wirst, hilft dir das dabei, Bereiche zu erkennen, in denen noch Verbesserungsbedarf besteht. Es ist nicht möglich, einen effektiven Wissensaustausch im Unternehmen einzuführen, ohne die dafür notwendigen Verhaltensweisen und Praktiken vorzuleben.

Bei Atlassian geben Gründer und Manager auf allen Ebenen Informationen zu Unternehmensankündigungen, Änderungen im Team und Produktimplementierungen weiter. Führungskräfte bemühen sich auch, gemeinsam alle Arbeiten von Teams zu feiern, die im vorherigen Quartal abgeschlossen wurden. Wenn auf Führungsebene Informationen ausgetauscht und Erfolge gefeiert werden, weckt das Vertrauen und fördert die Transparenz im gesamten Unternehmen. Und Mitarbeiter werden dazu motiviert, es ihren Vorgesetzten gleichzutun.

Probiere Folgendes: Plane am Ende des nächsten Quartals eine unternehmensweite größere Veranstaltung, bei der du über aktuelle Ereignisse sprichst und an die Erfolge einiger Teams erinnerst. Wenn du Projektmanager bist, solltest du am Ende deines nächsten großen Projekts etwas Zeit einplanen, um Teammitglieder über die Ergebnisse ihrer Arbeit zu informieren und Erfolge anzusprechen.

Gestaltung deiner Unternehmensinfrastruktur für den Wissensaustausch

Die Infrastruktur kann als Summe von Systemen (sowohl digital als auch physisch) aufgefasst werden, die unser Verhalten direkt und indirekt prägen. Daher ist es wichtig, ein Umfeld zu schaffen, das ein offenes Miteinander unter Mitarbeitern eher begünstigt als behindert. Hier sind drei praktische Bereiche, in denen die Infrastruktur eines Unternehmens dazu beitragen kann, Teams auf einen besseren Wissensaustausch einzustimmen:

Wähle die richtigen Tools

Einer der wichtigsten Pfeiler der Unternehmensinfrastruktur sind die technischen Tools, auf die sich Mitarbeiter zur Erledigung ihrer Arbeit verlassen. Daher musst du die richtige Kombination an Software finden, um in deinem Unternehmen Wissensaustausch ermöglichen zu können. Die beiden Tools, auf die wir uns für den Wissensaustausch stützen, sind Confluence (Überraschung!) und Slack.

Confluence-Seite mit dem Titel, "Ergebnisse unserer ersten lokalisierten Marketingkampagne"

Confluence

Wir verwenden Confluence, um interne Blogs zu schreiben, Informationen auszutauschen, Strategie- und Planungsdokumente zu erstellen und uns gegenseitig und unternehmensweit über Erfolge, Misserfolge und neue Erkenntnisse zu informieren. Alle Mitarbeiter können mithilfe von automatischen Berechtigungen frei und ungehindert auf alle Informationen und das gesamte Unternehmenswissen zugreifen.

Slack

Durch die Kombination von Slack mit Confluence können wir endlich auf E-Mails verzichten (die offene Kommunikationsprozesse oft verlangsamen oder zum Erliegen bringen). In Slack kann ein schneller Austausch stattfinden und das darauffolgende Feedback wird in Confluence für die spätere Verwendung kontextualisiert. Indem wir Slack als primäres Chattool verwenden, können wir umgehend Wissen austauschen. Und durch die Zusammenfassung dieser Information in Confluence geht dieses niemals verloren.

Dies sind die Tools, die bei Atlassian effektiv eingesetzt werden. Damit dein Team produktiv arbeiten kann, musst du die Tools finden, die für eure Zwecke am besten geeignet sind.

Gestalte Meetings neu, um menschliche Bindungen zu stärken

Meetings gehören an jedem Arbeitsplatz zum Alltag. Du kannst Meeting-Strukturen aber mithilfe einiger praktischer Methoden umgestalten, um den Bezug zwischen den Teilnehmern, den gegenseitigen Austausch und die Offenheit zu fördern. Wir empfehlen, Meetings immer mit einem ungezwungenen Gespräch einzuleiten. Ihr könnt euch beispielsweise darüber unterhalten, was ihr am Wochenende unternommen oder welches neue Rezept ihr ausprobiert habt.

Die Entwicklung ähnlicher Praktiken ermöglicht es Teammitgliedern, die menschliche Komponente der Zusammenarbeit zu würdigen. Der private Austausch spiegelt die Arbeitsweise der Gruppe wider und zeigt, wie vertraut die Mitglieder miteinander sind.

Probiere Folgendes: Nimm dir 10 Minuten Zeit, um zu Beginn deines Meetings ein Kennenlernspiel einzubauen. Wenn du deinem Team Gelegenheit gibst, miteinander zu lachen und etwas voneinander zu erfahren, fühlen sich Mitarbeiter entspannter und wohler, um weitere Diskussionen zu führen.

Richte Büroräume so ein, dass sie den Informationsaustausch unterstützen

Am besten erreichst du einen ungehinderten Wissensaustausch, indem du zunächst deine physischen Räume betrachtest. Sind sie beengt oder abgesperrt? Das könnte sich auf die Fähigkeit der Mitarbeiter auswirken, zusammenzuarbeiten und sich auszutauschen.

Wir empfehlen, Büroräume neu anzuordnen und offener zu gestalten. Dadurch können Mitarbeiter schnell Meetings in Gemeinschaftsräumen abhalten, von Kollegen lernen, mit denen sie normalerweise nichts zu tun haben, und an beiläufigen Gesprächen teilhaben.

Solche kleinen, aber wirkungsvollen Änderungen sind eine einfache Möglichkeit, um die Dynamik deines Teams zu verbessern und eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich dein Mitarbeiter wohlfühlen. Eine gute Zusammenarbeit beginnt beim Vertrauen in die Teamkollegen, und eine Kultur, die den Wissensaustausch fördert, trägt dazu bei.

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