Was ist Produktpositionierung? So differenzierst du deine Marke

Produktpositionierung definiert, wie Kunden dein Produkt am Markt wahrnehmen und wodurch es sich von Mitbewerbern unterscheidet.

By Atlassian

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Die wichtigsten Punkte

  • Produktpositionierung ist die Methode, mit der du definierst, wie Kunden dein Produkt wahrnehmen.

Eine starke Positionierung hilft dir, dein Angebot hervorzuheben, indem du Kunden zeigst, warum sie sich für dich und nicht für die Konkurrenz entscheiden sollten. 

  • Für eine effektive Positionierung musst du wissen, an wen sich deine Produkte oder Dienstleistungen richten und welche Probleme du löst. 

  • Bei der besten Produktpositionierung werden Produktfeatures in messbare Ergebnisse für die Zielgruppe umgesetzt.

Bei der Markteinführung eines Produkts sind technische Merkmale nicht alles. Die Positionierung prägt das kundenseitige Verständnis dessen, was das Produkt tut, für wen es gedacht ist und warum es wichtig ist. Ohne klare Positionierung gehen in überfüllten Märkten selbst großartige Produkte unter.

In diesem Leitfaden wird erläutert, was Produktpositionierung bedeutet, warum sie für die Markenabgrenzung entscheidend ist und wie du eine Strategie entwickelst, mit der sich dein Produkt von anderen Angeboten abheben kann. Lies weiter, um zu erfahren, wie du deinen einzigartigen Wert definierst, Marktlücken identifizierst und Botschaften erstellst, die bei deiner Zielgruppe ankommen.

Was ist Produktpositionierung im Marketing?

Produktpositionierung ist die Art, wie du den Platz deines Produkts im Markt definierst und die Wahrnehmung der Kunden prägst. Sie beantwortet grundlegende Fragen: Für wen ist dieses Produkt gedacht? Welche Probleme löst es? Warum sollten sich Kunden ausgerechnet für dieses Produkt entscheiden?

Wenn Kunden über Lösungen in deiner Kategorie nachdenken, bestimmt deine Positionierung, ob sie dein Produkt in Betracht ziehen und was sie damit assoziieren. Eine starke Positionierung verbindet dein Produkt mit spezifischen Bedürfnissen, Vorteilen und Ergebnissen, die für deine Zielkunden wichtig sind. Eine effektive Positionierung unterstützt Entscheidungen im Hinblick auf die Produktentwicklung, indem sichergestellt wird, dass das Ergebnis wie gewünscht auf dem Markt wahrgenommen wird.

Produktpositionierung, Wertversprechen und Kernbotschaften

Produktpositionierung, Wertversprechen und Kernbotschaften sind drei verschiedene Konzepte, die in deiner Markteinführungsstrategie zusammenwirken. 

Dein Wertversprechen erklärt die spezifischen Vorteile, die Kunden durch die Nutzung deines Produkts erhalten. Der Fokus liegt auf den Ergebnissen – konkrete Verbesserungen oder Lösungen, die dein Produkt liefert. 

Die Produktpositionierung ist eine Ebene höher angesiedelt. Hiermit wird das strategische Segment definiert, das dein Produkt im Verhältnis zur Konkurrenz auf dem Markt einnimmt. Die Positionierung schafft den Kontext und die Kategorie, während das Wertversprechen die spezifischen Vorteile in diesem Kontext definiert. 

Kernbotschaften sind die Art, wie du Positionierung und Wert über verschiedene Kanäle an unterschiedliche Zielgruppen kommunizierst. Deine Produktstrategie beeinflusst alle drei, aber die Kernbotschaften sind am flexibelsten und kanalspezifischsten. 

Warum ist die Produktpositionierung wichtig für die Markendifferenzierung?

In umkämpften Märkten haben Kunden Dutzende oder sogar Hunderte von Produktoptionen, die ähnliche Probleme lösen könnten. Die Produktpositionierung hilft dir, dich von dieser Masse abzuheben, indem du klar artikulierst, was deine Lösung einzigartig macht. 

Wenn die Positionierung vage ist, fällt es potenziellen Kunden schwer, den spezifischen Nutzen deines Produkts zu erkennen. Dann vergleichen sie nur Preise oder oberflächliche Funktionen. Eine starke Positionierung verhindert das, indem sie eine klare Produktidentität schafft, die bei spezifischen Kundenbedürfnissen Anklang findet und Vertrauen aufbaut, das die Entscheidungsfindung beschleunigt.

Wichtige Elemente für eine starke Produktpositionierung

Eine starke Positionierung basiert auf Kernkomponenten, die zusammenwirken, um die Botschaft deines Produkts für den Zielmarkt klar, glaubwürdig und überzeugend zu machen:

  • Zielgruppe: Die spezifische Gruppe von Personen oder Unternehmen, die am meisten von deinem Produkt profitieren. Eine generische Positionierung scheitert, weil sie versucht, alle anzusprechen. Eine erfolgreiche Positionierung hingegen spricht ein definiertes Segment mit spezifischen Bedürfnissen direkt an.

  • Problem: Die Herausforderung oder das Ziel, das deine Zielgruppe veranlasst, nach Lösungen zu suchen. Das Verständnis für das Problem, das dein Produkt löst, hilft dir, es als Lösung zu positionieren. Außerdem zeigst du Kunden so, dass du ihre Situation nachvollziehen kannst.

  • Wert: Die spezifischen Vorteile und Ergebnisse, die dein Produkt liefert. Das sind die konkreten Vorteile, die du deinen Kunden bietest, wenn sie sich für dich entscheiden – nicht nur eine Liste von Features.

  • Kategorie: Die Marktkategorie, in der dein Produkt angeboten wird. Das legt den Wettbewerbskontext fest und hilft Kunden zu verstehen, welche Art von Lösung du anbietest und mit wem sie dich vergleichen können.

  • Differenzierung: Wichtige Punkte, in denen sich dein Produkt von Alternativen unterscheidet. Deine Produktdifferenzierung sollte die einzigartigen Aspekte hervorheben, die dich zur besseren Wahl für deine Zielgruppe machen.

Die 4 Arten von Produktpositionierungsstrategien für Unternehmen

Unterschiedliche Marktsituationen erfordern unterschiedliche Positionierungsansätze. Das Verständnis dieser gängigen Strategien hilft dir, den richtigen Ansatz für dein Produkt zu wählen: 

  • Preisbasierte Positionierung: Positioniert dein Produkt als kostengünstigste Option in deiner Kategorie. Diese Strategie funktioniert, wenn du einen vergleichbaren Wert zu einem niedrigeren Preis bereitstellen kannst oder deine Zielgruppe besonders auf ihr Budget bedacht ist. Ein reiner Preiswettbewerb kann jedoch die Margen verringern und Kunden anziehen, die irgendwann zu günstigeren Alternativen wechseln.

  • Qualitätsbasierte Positionierung: Betont hohe Qualität, Leistung oder höherwertigere Ergebnisse im Vergleich zu Alternativen. Diese Strategie zielt auf Kunden ab, die bereit sind, Premiumpreise für bessere Ergebnisse zu zahlen, und erfordert, dass Qualitätsversprechen konsequent eingehalten werden.

  • Nischenpositionierung: Konzentriert sich darauf, ein bestimmtes Marktsegment außergewöhnlich gut zu bedienen, statt ein breites Publikum anzusprechen. Diese Positionierung funktioniert, wenn du dich mit den besonderen Bedürfnissen einer bestimmten Zielgruppe auskennst und sie besser erfüllen kannst als weniger spezifische Konkurrenzangebote.

  • Innovationsbasierte Positionierung: Biete neue Technologien, neuartige Ansätze oder bahnbrechende Funktionen, die den Mitbewerbern fehlen. So positionierst du dich als führender, zukunftsorientierter Anbieter und sprichst Early Adopter an. Es kann allerdings schwierig sein, diesen Innovationsvorsprung zu halten, wenn die Konkurrenz aufholt.

Eine effektive Produktpositionierungsstrategie entwickeln, um deine Marke hervorzuheben

Um eine starke Produktpositionierung zu entwickeln, benötigst du Einblicke in den Markt und deine Kunden und musst strategische Entscheidungen dazu treffen, wo du in den Wettbewerb trittst. Dieser iterative Ansatz spiegelt zentrale Praktiken des agilen Produktmanagements wider, bei denen Forschung, Tests und kontinuierliches Lernen betont werden. 

Diese Schritte bieten dir einen Rahmen für die Erstellung einer funktionierenden Positionierung:

1. Definiere die Zielgruppe und ihre Probleme

Beschreibe konkret, an wen sich dein Produkt richtet. Vage Zielgruppendefinitionen ergeben eine vage Positionierung. Identifiziere das genaue Segment, dass du bedienen möchtest – "kleine Unternehmen" ist zu unspezifisch. 

Gehe den wirklichen Herausforderungen deiner Zielgruppe auf den Grund. Welche Probleme beschäftigen sie? Wo mangelt es den aktuellen Lösungen? Nutze Kundengespräche, Umfragen und Verhaltensdaten, um deine Annahmen zu bekräftigen. Produktmanager sollten intensiv in diese Recherchephase eingebunden werden, da sie die Produktstrategie verantworten und direkte Einblicke in die Probleme der Kunden haben.

Diese Einblicke bilden die Grundlage für deine Positionierungsentscheidungen. Wenn du verstehst, wer deine Kunden sind und was sie brauchen, kannst du eine Positionierung entwickeln, die konkret auf ihre Situation eingeht.

2. Analysiere die Mitbewerber und die aktuelle Marktlage, um Lücken und Chancen zu identifizieren

Halte in einer Übersicht fest, wie sich deine Mitbewerber positionieren. Auf welche Botschaften setzen sie? Welche Zielgruppen sprechen sie an? Die Untersuchung der Wettbewerbslandschaft zeigt dir, welche Positionierungsbereiche bereits überfüllt und welche noch offen sind.

Suche nach Marktlücken, um Probleme oder Kundensegmente zu finden, für die noch keine angemessenen Lösungen bereitgestellt werden. Diese bieten Gelegenheiten, dein Produkt in weniger umkämpften Bereichen zu positionieren. Außerdem solltest du Mitbewerber ehrlich bewerten, um dich bei der Positionierung strategisch an ihren Schwächen auszurichten und dich nicht mit ihren Stärken zu messen. Diese Wettbewerbsinformationen sollten in die Produktplanung einfließen.

3. Identifiziere dein Alleinstellungsmerkmal und deine Differenzierung von der Konkurrenz

Nutze deine Zielgruppenforschung und Wettbewerbsanalyse, um herauszufinden, was dein Produkt wirklich einzigartig macht. Liste nicht nur Features auf – du solltest entscheidende Unterschiede identifizieren, die für Kunden wichtig sind.

Frage dich selbst: Was können wir bieten, was unsere Mitbewerber nicht bieten können oder wollen? Was machen wir besser als alle anderen? Deine Differenzierung könnte auf spezifischen Funktionen, deinem Problemlösungsansatz oder dem Support basieren, den du Kunden bereitstellst.

Konzentriere dich auf Ergebnisse statt auf Funktionalität. Statt "unser Produkt bietet moderne Automatisierungsfunktionen" könntest du sagen, "unser Produkt beseitigt stundenlange manuelle Vorgänge, sodass sich Teams auf strategische Prioritäten konzentrieren können".

4. Lege eine leicht verständliche Kernbotschaft fest

Fasse deine Positionierung in einer klaren Botschaft zusammen, die Kunden in Sekunden verstehen können. Eine starke Positionierungsaussage umfasst normalerweise Folgendes: für wen das Produkt bestimmt ist, welches Problem es löst, in welche Marktkategorie es fällt und was es einzigartig macht.

Verwende einfache Formulierungen und verzichte auf Fachjargon. Wenn Personen außerhalb deiner Branche die Kernbotschaft nicht verstehen können, ist sie zu komplex. Teste, ob es möglich ist, in 30 Sekunden oder weniger zu erklären, was dein Produkt macht und warum es wichtig ist. Deine Produkt-Roadmap sollte mit dieser zentralen Positionierungsbotschaft übereinstimmen.

5. Teste deine Botschaften mit Kunden und passe sie anhand von Feedback an

Deine Positionierung ist nicht in Stein gemeißelt. Teste sie mit Kunden und Interessenten, bevor du sie allgemein einführst. Verwende deine Positionierungsbotschaften in Gesprächen, auf Landingpages oder in Verkaufsmaterialien und trage ehrliches Feedback zusammen.

Achte darauf, welche Botschaften ankommen und welche für Verwirrung sorgen. Hilft deine Positionierung Kunden, zu verstehen, warum dein Produkt für ihre Zwecke gut passen könnte? Mit diesem Feedback kannst du deinen Ansatz verbessern. Kontinuierliche Verbesserung gilt genauso für die Positionierung wie für Produktfeatures. Wenn sich Märkte weiterentwickeln und du mehr über die Bedürfnisse der Kunden erfährst, sollte sich auch deine Positionierung weiterentwickeln.

Beispiele für eine erfolgreiche Produktpositionierung in Aktion

Ein Blick auf echte Beispiele für Produktpositionierung zeigt, wie diese Prinzipien in der Praxis funktionieren.

Slack positionierte sich als Ersatz für E-Mails in der Team-Kommunikation und nicht nur als weiteres Messaging-Tool für den Arbeitsplatz. Das hat funktioniert, weil das Unternehmen sich auf einen echten Problembereich konzentriert hat: die E-Mail-Überflutung. Slack hat eine neue Kategorie geschaffen, anstatt direkt mit etablierten Messaging-Plattformen zu konkurrieren. Zu den Ergebnissen gehören dem Unternehmen zufolge eine bessere Organisation und Durchsuchbarkeit. Das Wertversprechen konzertiert sich auf Zeitersparnis und eine verbesserte Zusammenarbeit anstatt auf technische Funktionen.

Dollar Shave Club wählte einen anderen Ansatz und setzt auf erschwingliche Preise und praktischen Nutzen in einem Markt, der von Premium-Rasierermarken dominiert wird. Das Unternehmen legt den Fokus im Wettbewerb nicht nur auf die Produktqualität, sondern positioniert sein Abonnement-Modell als intelligentere Möglichkeit, Rasierer zu kaufen, ohne für teure Einzelhandelsaufschläge zu zahlen. Diese Positionierung fand großen Anklang, weil sie das allgemeine Kundenempfinden widerspiegelte, dass Premium-Rasierer überteuert sind, und eine klare Alternative bot.

Beide Beispiele zeigen, wie man durch eine starke Positionierung eine Marktlücke in bereits gesättigten Märkten erschließt. Die Unternehmen aus den Beispielen haben nicht versucht, den Ansprüchen aller Kunden nahtlos gerecht zu werden. Stattdessen ermittelten diese Marken spezifische Kundenprobleme und kommunizierten Lösungen, die für ihre Zielgruppen sofort Sinn ergaben.

Die Produktpositionierung mit Jira Product Discovery in einen Wettbewerbsvorteil verwandeln

Die Produktpositionierung endet nicht, sobald du sie definiert hast. Die effektivsten Teams behandeln die Positionierung als dynamischen Teil ihrer Produktabläufe, der sich zusammen mit dem Produkt selbst weiterentwickelt.

Jira Product Discovery hilft dir dabei, Ideen zu erfassen, Chancen zu priorisieren und dein Team auf eine strategische Richtung auszurichten. Wenn du neue Positionierungsansätze testest oder angrenzende Märkte erkundest, kannst du mithilfe von Produktmanagement-Tools wie Jira Product Discovery leichter Testläufe verfolgen, Feedback sammeln und basierend auf deinen Erfahrungen iterieren.

Verwende Jira Product Discovery, um Positionierungsentscheidungen mit tatsächlichen Produktaufgaben zu verbinden. Verknüpfe Kundenerkenntnisse mit der Feature-Priorisierung, verfolge die Kommunikations-Performance deiner Kernbotschaften in verschiedenen Segmenten und sorge für Abstimmung zwischen dem, was du entwickelst, und der Art und Weise, wie du es positionierst. 

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