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So leitest du eine Brainstorming-Sitzung,

bei der auch gute Ideen entwickelt werden

Was ist eine Brainstorming-Sitzung? Brainstorming ist ein kreativer Gruppenprozess, bei dem neue Ideen gesammelt und alternative Ansätze untersucht werden, um eine Lösung zu finden. Eine Brainstorming-Sitzung ist das Meeting, in dem das eigentliche Brainstorming stattfindet.

Einige der weltweit revolutionärsten Ideen sind im Laufe einer Brainstorming-Sitzung entstanden. Das Konzept für das NASA Earth Observatory wurde beispielsweise während eines Verkehrsstaus auf der Rückbank eines Taxis skizziert. Während eines einzigen Mittagessens wurden die Handlungsstränge der Pixar-Filme "Das große Krabbeln", "Die Monster AG", "Findet Nemo" und "Wall E" auf Servietten niedergeschrieben. Sogar die amerikanische Unabhängigkeitserklärung wurde im Rahmen einer mehrtägigen Zusammenkunft des Kontinentalkongresses ausgearbeitet.

Egal, ob diese Sitzungen nun geplant sind oder spontan abgehalten werden – wenn sie effektiv durchgeführt werden, kommt sicher etwas Sinnvolles dabei heraus. Hier sind Tipps für ein erfolgreiches Brainstorming.

1. Identifiziere dein Ziel

Brainstorming ist an sich spannend, du solltest dabei aber nie deine geschäftlichen Ziele aus den Augen verlieren. Setze eine Brainstorming-Sitzung nur dann an, wenn es einerseits etwas Bestimmtes gibt, das du erreichen möchtest, und du andererseits bereit bist, die vorgestellten Ideen auch umzusetzen. Fasse dein Ziel in ein oder zwei Sätzen zusammen, wie "Möglichkeiten ermitteln, wie wir unsere Reaktionszeit für Kundentickets reduzieren können" oder "drei wichtige Marketingkampagnen für das nächste Quartal planen".

Informiere alle, die an dem Meeting teilnehmen werden, über dein Ziel. Erstelle eine Agenda für die Brainstorming-Sitzung, die die Zusammenfassung und einen losen Zeitplan für die Diskussion enthält. Lasse alle Beteiligten im Voraus (nicht erst am Tag des Meetings) wissen, worum es bei dem Meeting geht, damit sie sich vorbereiten können.

2. Rufe das richtige Team zusammen

Jersey

Spare die Kreativität deiner Kollegen für das Brainstorming selbst auf. Sie sollten sich nicht fragen müssen, warum sie in deinem Meeting sitzen. Eine Umfrage unter mehr als 800 Teams ergab, dass es bei zu vielen Meeting-Teilnehmern zum "sozialen Faulenzen" kommen kann, wobei die Hauptarbeit einigen wenigen Superhirnen überlassen wird und andere wenig bis gar keine Beiträge leisten. Je mehr Teilnehmer in deinem Meeting nicht wissen, warum sie eigentlich da sind, desto weniger erfolgreich wird das Brainstorming.

Wenn du keine bestimmten Erwartungen hast, was ihre Teilnahme angeht, kannst du deinen Kollegen stattdessen auch frei geben. Das gilt insbesondere auch dann, wenn sie für keines der Ergebnisse verantwortlich sind.

Anstatt nur das Ziel des Meetings anzuführen, solltest du auch sicherstellen, dass alle Teilnehmer Bescheid wissen, warum sie daran teilnehmen.

3. Bereite alles vor

Natürlich ist es einfach, immer zum selben Konferenzraum zurückzukehren, wenn du ein Meeting einberufen willst. Unser Gehirn braucht jedoch Abwechslung und eine neue Umgebung kann die neuronale Plastizität unseres Gehirns bzw. die Fähigkeit, neue Denkweisen zu entwickeln, schulen. Der Wechsel des Meeting-Orts kann dazu beitragen, dass das Brainstorming qualitativ hochwertigere Ideen hervorbringt. Versuche es doch mal mit dem Picknicktisch hinter dem Büro, dem Café an der Ecke oder mit einem anderen Raum im Gebäude.

Wenn du keine Möglichkeit für einen Raumwechsel hast, kannst du das Meeting ja mit einem neuen Element aufpeppen. Setze dich nicht immer an denselben angestammten Platz oder überrasche deine Kollegen mit einer Kleinigkeit.

Die Meinungen über die ideale Dauer einer Brainstorming-Sitzung gehen auseinander und hängen von den einzelnen Teams ab. Sind 30 Minuten für ein Team geeignet, das unter Termindruck steht? Oder wäre etwa eine Stunde besser, um den Ideen freien Lauf zu lassen? Sind die Mitarbeiter morgens fitter oder sind die kreativer, nachdem sie zu Mittag gegessen haben? Probiere verschiedene Zeiten aus, um herauszufinden, welche für deine Gruppe am besten funktionieren.

4. Ernenne einen qualifizierten Moderator

Notizblock mit Bleistift

Wenn sich ein Team zum Brainstorming trifft, das keiner leitet, hat es dann überhaupt stattgefunden? Brainstorming-Sitzungen sind Gespräche in der Gruppe, diese müssen aber von jemanden angeleitet werden.

Ein Brainstorming-Moderator sollte:

  • Gut zuhören können, um Ideen vollständig zu erfassen
  • Die Zeit im Auge behalten, damit das Meeting nicht ausartet
  • Organisatorische Fähigkeiten besitzen, um eine Agenda zu erstellen und Ideen aufzuzeichnen
  • Führungsqualitäten an den Tag legen, um alle Mitglieder zur Teilnahme zu ermutigen

Entscheide vor dem Meeting, ob du es selbst leitest oder jemand anderes besser dafür geeignet wäre. Denke daran, dass der Moderator eine neutrale Rolle einnimmt. Er ist dafür zuständig, das Meeting voranzubringen und dafür zu sorgen, dass die Teilnehmer fokussiert bleiben.

5. Finde die richtigen Tools

Deine Agenda steht, der Moderator ist festgelegt und deine Ziele auch. Aber wie bringt ihr die Ideen zum Zünden, sobald ihr im Besprechungsraum sitzt?

Entscheide schon vor dem Meeting, welche Brainstorming-Technik am besten zu deinem Team passt, und überlege dir, welche Ausrüstung du dafür benötigst. Wenn es ein Präsenzmeeting ist, brauchst du vielleicht ein Whiteboard, Notizzettel und Filzstifte, um Ideen aufzuschreiben, sowie einen Timer.

Wenn du mit einem Remote-Team arbeitest, musst du noch ein paar andere Dinge berücksichtigen. Damit auch jeder eine Chance hat, einen Beitrag zu leisten, kannst du ein Tool wie Trello als Online-Whiteboard verwenden. Zeichne Ideen digital auf, damit sie nicht im Stimmengewirr der Anwesenden (vor Ort oder online) untergehen.

Sobald du alle Vorschläge aufgeschrieben und geordnet hast, dokumentierst du alle neuen Ideen in einem gemeinsamen Bereich wie Confluence, damit dein Team und wichtige Stakeholder Zugriff auf eine zentrale Informationsquelle haben. Auf diesen Bereich kannst du praktischerweise zurückkommen, wenn du beim Kaffee holen oder auf dem Weg nach Hause eine blendende Idee haben solltest.

6. Achte darauf, dass alle einen Beitrag leisten

Abbildung: Zusammenarbeit

Du hast alle aus einem bestimmten Grund für das Meeting einberufen, deshalb willst du auch alle Stimmen hören. Manche Menschen sind jedoch von Natur aus zurückhaltender oder introvertierter.

Um sicherzustellen, dass sich niemand überrumpelt fühlt, lege gleich zu Beginn die Grundregeln des Meetings fest. Du solltest beispielsweise untersagen, dass Kritik an den Vorschlägen anderer geübt wird. Teammitglieder, die sich psychologisch sicher fühlen, werden mit größerer Wahrscheinlichkeit innovative Ideen vorschlagen. Bitte die Teilnehmer, auf den vorgeschlagenen Ideen aufzubauen. Recherchen haben ergeben, dass dies den Teamzusammenhalt stärkt.

Damit der Spaß dabei nicht zu kurz kommt, lockere die kreative Atmosphäre mit einer Spielerunde auf, um die Teilnehmer in die richtige Stimmung zu versetzen.

7. Beende das Brainstorming nicht mit dem Ende des Meetings

Ein Brainstorming funktioniert nur, wenn du mit den Ergebnissen auch tatsächlich etwas anfängst. Behalte diese Dynamik bei, indem du dem Team einige nachfolgende Aufgaben überträgst. Weise diesen Aufgaben in Confluence Besitzer zu und trage Fälligkeitsdaten ein, um die Arbeit voranzubringen.

Wenn du noch einen Schritt weitergehen willst, versende eine Umfrage oder bitte um Feedback zur Brainstorming-Sitzung, um zukünftige Gespräche zu optimieren.

Alles ist möglich

Durch gründliche Vorbereitung und eine effektive Ausführung können deine Teams unglaubliche Ideen entwickeln. Übung macht bekanntlich den Meister. Deshalb solltest du diese Brainstorming-Sitzungen regelmäßig veranstalten und ständig weiterentwickeln. Jede Sitzung ist eine Lernerfahrung und man weiß nie, wann der nächste Geistesblitz einschlägt.

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