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Die Geschichte von DevOps

Wie Entwicklungs- und Betriebsteams zusammenkamen, um Funktionsstörungen in der Branche zu lösen

Porträtfoto von Ian Buchanan
Ian Buchanan

Principal Solutions Engineer


Trotz des Aufstiegs agiler Methoden blieben Entwicklungs- und Betriebsteams jahrelang voneinander isoliert. DevOps ist die nächste Stufe von Tools und Praktiken für die Zusammenarbeit, um bessere Software schneller auszuliefern.

Der Zusammenschluss von Entwicklungs- und IT-Teams


Die DevOps-Bewegung entstand zwischen 2007 und 2008, als IT-Operations- und Softwareentwickler-Communitys zum Ausdruck brachten, dass ihrer Meinung nach in der Branche etwas gehörig im Argen lag.

Sie protestierten gegen das herkömmliche Modell zur Softwareentwicklung, bei dem die Urheber des Codes organisatorisch und funktionell völlig von den für das Deployment und den Support des Codes zuständigen Teams getrennt waren.

Die Entwickler auf der einen Seite und die IT-/Ops-Experten auf der anderen verfolgten unterschiedliche (und oft rivalisierende) Ziele, gehörten unterschiedlichen Abteilungen an, wurden nach unterschiedlichen KPIs (Key Performance Indicators) beurteilt und arbeiteten oft in unterschiedlichen Stockwerken oder gar unterschiedlichen Gebäuden. So blieben die Teams isoliert und befassten sich nur mit ihren eigenen Zuständigkeitsbereichen, Überstunden, fehlerhaften Releases und unzufriedenen Kunden. Es musste einen besseren Weg geben. Die zwei Communitys kamen allmählich miteinander ins Gespräch. Federführend bei diesem Austausch waren unter anderem Patrick Dubois, Gene Kim und John Willis.

Was in Onlineforen und bei lokalen Treffen begann, ist inzwischen ein wichtiges Zeitgeist-Thema in der Softwarebranche. Wahrscheinlich bist du deshalb auf diese Seite gestoßen. Du und dein Team haben festgestellt, welche Nachteile isolierte Teams und eine mangelnde Kommunikation im Unternehmen haben.

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Aufbau einer DevOps-Kultur

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Erfahre mehr über die Vorteile von DevOps

Ihr nutzt agile Methoden für Planung und Entwicklung, müsst jedoch immer noch zahlreiche Hindernisse überwinden, bis der Code freigegeben werden kann. Du hast von DevOps erfahren und gehört, welche scheinbar magische Wirkung es auf Teams haben kann: In einer von Atlassian durchgeführten Umfrage unter 500 DevOps-Anwendern¹ gaben fast alle (99 %) der befragten DevOps-Teams an, sich des Erfolgs ihres in der Produktionsumgebung veröffentlichten Codes sicher zu sein.

DevOps ist aber keine Magie und wird nicht über Nacht alles zum Besten verändern. Die gute Nachricht: Du musst nicht warten, bis sich die Führungsetage zu einer größeren Initiative durchgerungen hat. Wenn du den Nutzen von DevOps kennst und schrittweise kleine Veränderungen umsetzt, ist dein Team innerhalb kürzester Zeit auf dem richtigen Weg.

Mehr als nur Agile


DevOps berührt jede Phase des Entwicklungs- und Betriebslebenszyklus. Von der Planung und dem Aufbau bis hin zur Überwachung und Iteration vereint DevOps die Fähigkeiten, Prozesse und Tools aus allen Facetten einer Engineering- und IT-Organisation.

Agile Methoden helfen Teams bei der Planung und Produktion, indem Aufgaben in überschaubare Tasks und Meilensteine aufgeteilt werden. Agile stützt sich auf Sprints, Backlogs, Epics und Storys, um qualifizierten Teammitgliedern Arbeit zuzuweisen, Zeitpläne bei Bedarf anzupassen und Kunden qualitativ hochwertige Produkte und Services zu liefern. Weitere Informationen zu agilen Methoden

Continuous Integration und Delivery: Continuous Integration und Delivery ist ein Eckpfeiler der DevOps-Praktiken, der auf der Automatisierung von Code-Merges und -Deployments beruht. Herkömmliche Entwicklungsmethoden erfordern, dass Entwickler Änderungen in der Codebasis manuell aktualisieren und zusätzlich manuell überprüfen, ob der Code bereit für eine Auslieferung an die Produktion ist. Bei Deployments sind wochen- oder monatelange Verzögerungen eingeplant, um die Wahrscheinlichkeit von Fehlern oder Vorfällen zu minimieren. DevOps-Praktiken beseitigen diese Verzögerungen, indem sie die Merge-, Test- und Deploymentfunktionen automatisieren. Leistungsstarke Teams verwenden CI/CD, um ihre Deployment-Häufigkeit von ein paar Mal pro Jahr auf mehrere Male am Tag zu steigern. Weitere Informationen zu CI/CD

Git-Repositorys und Workflows ermöglichen die für DevOps-Praktiken grundlegenden Automatisierungs- und Versionskontrollfunktionen. Da Git verteilt ist, werden Git-Befehle wie commit, blame, diff, merge und log erheblich beschleunigt. Git unterstützt auch das Branching, Merging und die Umarbeitung des Repository-Verlaufs, was leistungsstarke Workflows und Tools ermöglicht. Weitere Informationen zu Git

IT-Servicemanagement ist der Prozess, mit dem IT-Teams die End-to-End-Bereitstellung von IT-Services für Kunden verwalten. Dazu gehören alle Prozesse und Aktivitäten rund um die Planung, Zusammenstellung, Lieferung und den Support von IT-Services. Im Grunde folgt ITSM der Überzeugung, dass die IT als Service bereitgestellt werden sollte, der über grundlegenden IT-Support hinausgeht. ITSM-Teams sind jedoch für alle Arten von Arbeitsplatztechnologien zuständig. Diese reichen von Laptops über Server bis hin zu geschäftskritischen Softwareanwendungen. Weitere Informationen zu ITSM

Vorfallmanagementteams reagieren auf ungeplante Ereignisse oder Serviceunterbrechungen, um den normalen Servicebetrieb wiederherzustellen. Beim "you build it, you run it"-Modell arbeiten Entwickler mit dem Betriebsteam zusammen, um die Wahrscheinlichkeit eines Vorfalls zu verringern und die mittlere Wiederherstellungszeit bei einem Vorfall zu verkürzen. Weitere Informationen zum Vorfallmanagement

Die Verbreitung von DevOps


Die Einführung von DevOps-Praktiken und -Tools nimmt in Unternehmen und Teams weiterhin zu. In einer Umfrage unter 500 DevOps-Anwendern stellte Atlassian fest, dass 50 % der Unternehmen DevOps seit mehr als drei Jahren praktizieren.

Obwohl sich Unternehmen und Teams einig über die Definition von DevOps und die Vorteile der Implementierung von DevOps-Praktiken sind, fällt es ihnen dennoch schwer, das Versprechen von DevOps einzulösen. Teams müssen sich auf kontinuierliches Feedback, Iteration und Verbesserung konzentrieren, um besser und schneller bereitzustellen und so die Anforderungen der Kunden zu erfüllen.

Ian Buchanan
Ian Buchanan

Ian Buchanan ist Principal Solutions Engineer für DevOps bei Atlassian, wo er sich auf die aufstrebende DevOps-Community und den Einsatz von Jira, Bitbucket und Bamboo für eine bessere Continuous Integration und Continuous Delivery konzentriert. Ian verfügt über umfassende Erfahrung mit Java und .NET. Sein Spezialgebiet sind jedoch schlanke und agile Praktiken in großen Unternehmen.

Während seiner beruflichen Laufbahn hat Ian bereits erfolgreich verschiedene Tools zur Entwicklung von Unternehmenssoftware in allen Lebenszyklusphasen betreut. Durch unternehmensweite Prozessoptimierungen konnte er die Produktivität, die Qualität und die Kundenzufriedenheit steigern. Er hat multinationale, agile Teams zusammengestellt, die sich weitgehend selbst leiten und organisieren. Wenn er gerade keine Vorträge hält oder programmiert, befasst sich Ian mit Parsern, Metaprogrammierung und domänenspezifischen Sprachen.


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