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Public, Private und Hybrid Cloud im Vergleich

Wenn wir von der Cloud sprechen, fällt häufig der Begriff Public Cloud. Aber was bedeutet das? Was ist eine Public Cloud? Wie unterscheidet sie sich von einer Private oder Hybrid Cloud? Was solltest du über die unterschiedlichen Cloud-Typen wissen? Und welche Lösung passt am besten zu deinem Unternehmen?

Public Cloud

Was ist eine Public Cloud?

Eine Public Cloud ist ein Computing-Service oder eine Software, auf die über das Internet zugegriffen wird. Beispiele für cloudbasierte Services sind Zoom, Slack, Microsoft Teams, Canva, Asana, GitLab, Squarespace und Mailchimp. All diese beliebten Services sind auf Abonnementbasis verfügbar und Nutzer können online auf sie zugreifen.

Die Hauptmerkmale von Public-Cloud-Services sind:

  • Sie sind einfach online und geräteübergreifend zugänglich.
  • Dein Konto teilt sich mit anderen Konten Speicherplatz auf einem Server.
  • Der Cloud-Serviceanbieter kümmert sich in der Regel nicht nur um seine Softwareanwendungen, sondern auch um die Infrastruktur – das bedeutet, dass in den meisten Fällen nicht dein Team, sondern der Anbieter für Sicherheit, Compliance, System-Upgrades und laufende Wartung verantwortlich ist.

Vorteile der Public Cloud

Laut dem "State of the Cloud"-Bericht von Flexera werden sich bis Ende 2021 mindestens 50 % der Workloads von Unternehmen in der Cloud befinden. Mit Blick auf das schnelle Innovationstempo ist das nicht überraschend. Hier sind nur einige der Vorteile, wie Unternehmen von der Public Cloud profitieren:

  • Schnelle und einfache Skalierbarkeit: Mehr Rechenleistung gewünscht? Die meisten Cloud-Services ermöglichen es dir, automatisch zu skalieren, um in Stoßzeiten mehr Benutzer zu versorgen oder in ruhigen Zeiten Geld zu sparen. Auch wenn du die automatische Skalierung nicht nutzen möchtest, ist meist nur ein Klick erforderlich, um manuell mehr Rechenleistung zu reservieren.
  • Langfristige Kosteneinsparungen: Es gibt viele versteckte Kosten für Unternehmen, die Software auf privaten Servern hosten – von Kosten für die Server selbst über Ausfallkosten bis hin zu den Kosten für die Wartung durch dein IT-Team. Bei der Public Cloud übernimmt der Anbieter diese Kosten (und den IT-Aufwand).
  • Zuverlässige Wettbewerbsfähigkeit: In der Public Cloud kannst du auf die neuesten Innovationen, Funktionen, Bugfixes sowie Sicherheits- und Compliance-Updates zugreifen, sobald diese verfügbar sind. Langfristige interne Genehmigungsprozesse sind nicht erforderlich. Und für dein IT-Team entsteht keine Zusatzarbeit.
  • Sicherheit und Compliance: Bei der Public Cloud ist nicht dein Team, sondern der Anbieter für die meisten Sicherheits- und Compliance-Aufgaben verantwortlich. Wenn Sicherheitsexperten vertrauenswürdiger Anbieter diese Aufgaben übernehmen, entlastet dass deine IT-Abteilung erheblich.
  • Vorfallmanagement und Betriebszeit: Dies ist ein weiterer Bereich, in dem dein Anbieter Aufgaben übernimmt, damit dein Team ruhig schlafen und sich dann ausgeruht auf spezifische Aufgaben konzentrieren kann. So müssen deine Fachkräfte nicht mehr mitten in der Nacht Vorfälle beheben.
  • Ideal für Remote-Arbeit: Public-Cloud-Services bieten von überall aus sicheren Zugriff. So können deine Remote-Mitarbeiter und verteilten Teams sofort loslegen. Zusätzliche VPN-Setups oder komplizierte Workarounds sind nicht erforderlich.
  • Bessere Netzwerkleistung: Laut einer Umfrage von INAP ist die Netzwerkleistung der Hauptgrund, weshalb Unternehmen zur Cloud wechseln.
  • Gemeinsame Kosten = niedrigere Kosten: Da du einen Server mit anderen Kunden teilst, werden auch die Kosten für Upgrades, Sicherheitspatches, Wartung usw. geteilt (und sind daher niedriger).
  • Smarte Lösungen: Anbieter von Public-Cloud-Services verfügen über zahlreiche Daten darüber, wie Kunden ihre Produkte nutzen. So können Softwarelösungen leichter mit intelligenten Optionen für die Autovervollständigung oder Vorhersagen ausgestattet werden, die dir dabei helfen, den richtigen Mitarbeiter in einem gemeinsam erstellten Dokument zu kennzeichnen, eine Suche abzuschließen, die dir wichtige Informationen liefert, oder eine beliebte Vorlage in deinem Softwareprodukt zu finden.

Risiken und Herausforderungen der Public Cloud

Die Public Cloud erobert die Welt. Aber gibt es auch Nachteile, die du beachten solltest?

  • Migrationskosten: Die Nutzung von Public-Cloud-Services spart langfristig Kosten. Aber die Migration von Daten und Nutzern von lokalen Lösungen in die Cloud kostet zunächst Zeit und Geld. Die gute Nachricht ist: Hierbei handelt sich um eine einmalige Investition. Und nach dem Wechsel zur Public Cloud zeigen sich Einsparungen sehr schnell.
  • Lernkurve: Wenn Mitarbeiter bisher mit lokalen Lösungen gearbeitet haben, müssen sie sich nach der Cloud-Migration erst einmal zurechtfinden. Unternehmen sollten sich daher während der ersten Wochen nach der Migration auf verstärkte Helpdesk-Anfragen und kurzfristige Produktivitätseinbußen einstellen.
  • Datenresidenz: Unternehmen mit strengen Anforderungen an die Datenresidenz (z. B. Behörden) müssen einen geeigneten Cloud-Anbieter finden. Einige bieten Datenresidenzkontrollen an (dies gilt zum Beispiel für Atlassians Enterprise-Cloud-Tarife), andere nicht.

Warum Unternehmen die Public Cloud lieben

In einer kürzlich in Zusammenarbeit mit TechValidate durchgeführten Umfrage haben wir Atlassian-Kunden gefragt, wie sie die Migration von lokalen Lösungen zur Public Cloud erlebt haben. Hier sind einige Beispiele für das Feedback, das wir erhalten haben:

"Unser Hauptgrund für die Migration war die bessere Unterstützung von Remote-Benutzern. Dies war während der COVID-19-Krise [von entscheidender Bedeutung], da wir sicher auf unseren Code zugreifen konnten, ohne Unternehmens-VPNs zu verwenden." – Damien Gray, Principal Laser Optics Engineer, EOS North America*

"Die Kosten waren kurzfristig höher, aber langfristig werden wir Verwaltungskosten einsparen." – Bryan Kennedy, IT Director, Science Museum of Minnesota*

"Im Vergleich zu unseren lokalen Lösungen haben sich die Stabilität und Sicherheit deutlich verbessert. Die Skalierung mit individuellen Benutzerlizenzen ist sehr kostengünstig." - Jarrett Prosser, Lead Engineer, Rollercoaster Digital*

Private Cloud

Was ist eine Private Cloud?

Eine Private Cloud ist ein Computing-Service und eine Software, die auf einem privaten Server gehostet wird und keinen öffentlichen Internetzugriff ermöglicht. Private Clouds können vor Ort von deinem IT-Team oder an einem entfernten Standort gehostet werden.

Unternehmen mit strengen gesetzlichen und regulatorischen Vorgaben können ihre eigene Cloud-Infrastruktur hinter einer Firewall oder auf untergliederten Servern eines Rechenzentrumsanbieters, auf denen die Unternehmensdaten separat von denen anderer Unternehmen aufbewahrt werden, verwalten. Bei dieser Art des Cloud-Deployments behalten Unternehmen die volle Kontrolle über ihre Software, Server, Daten usw., aber es entstehen erhebliche Kosten für Arbeitsaufwand sowie Asset-Besitz und -Wartung.

Vorteile der Private Cloud

Warum entscheiden sich Unternehmen für die Private Cloud? Früher war die Antwort Sicherheit, aber heutzutage sind Public-Cloud-Lösungen oft sicherer als die lokale Variante. Heutzutage spielen andere Vorteile eine Rolle, beispielsweise:

  • Volle Kontrolle: Dein IT-Team verwaltet alles, was zwar eine größere Belastung darstellt, dir aber auch die vollständige Kontrolle über Updates, Sicherheitspatches, Anpassungen usw. gibt.
  • Anpassbarkeit: Private Clouds sind besonders flexibel. Deine Administratoren können Inhalte also beliebig anpassen. Der Nachteil ist, dass dies Mehrarbeit verursacht und Systeme mit ungenutzten oder verworfenen Anpassungen verstopft, wenn du nicht aufpasst.

Risiken und Herausforderungen der Private Cloud

Private Clouds haben einige spezifische Herausforderungen, zum Beispiel:

  • Langsamere Updates: Neue Sicherheitspatches und Updates stehen bei der Public Cloud sofort zur Verfügung. Bei der Private Cloud werden Updates in der Regel vierteljährlich, halbjährlich oder nur jährlich vorgenommen. In der Zwischenzeit kann es zu unterschiedlichen Problemen kommen, zum Beispiel bei Bugfixes und der Sicherheit.
  • Höhere Kosten: Kurzfristig können größere Unternehmen Geld sparen, wenn sie sich für die Private Cloud entscheiden. Langfristig wirken sich die Bereitstellung übermäßig vieler Ressourcen, IT-Wartungszeiten, Ausfälle und andere versteckte Kosten aber negativ auf das Geschäftsergebnis aus.
  • Weniger geeignet für Remote-Arbeit: Musst du dauerhaft oder während einer Krise verteilte Teams oder Remote-Mitarbeiter unterstützen? Auch mit einer Private Cloud kann Remote-Arbeit funktionieren – sie ist aber nicht automatisch dafür ausgelegt. Das bedeutet Zusatzarbeit für deine IT-Teams und eine komplizierte Einrichtung für deine Mitarbeiter.

Hybrid Cloud

Wir bevorzugen die Public Cloud. Aber sowohl die Public als auch die Private Cloud haben Vor- und Nachteile. Daher möchten wir dir noch eine Möglichkeit vorstellen, die beide Cloud-Typen verbindet: die Hybrid Cloud.

Was ist eine Hybrid Cloud?

Von einer Hybrid Cloud spricht man, wenn ein Unternehmen sich dafür entscheidet, einige Services in der Public Cloud und andere in der Private Cloud zu hosten, um die Vorteile beider Hosting-Typen zu nutzen. Diese Strategie ist besonders bei größeren Unternehmen beliebt, von denen 87 % angeben, dass sie eine Hybrid-Cloud-Strategie verfolgen.

Vorteile der Hybrid Cloud

Warum verfolgen so viele Unternehmen einen hybriden Ansatz? In einem Hybrid-Cloud-Deployment bewegen sich die Daten zwischen einer Public Cloud und einer selbstverwalteten Private Cloud. Der Vorteil dieses Ansatzes ist, dass Unternehmen ihre Daten hinter ihren eigenen Firewalls mit allen erforderlichen Verschlüsselungsprotokollen aufbewahren und sie dann sicher in eine Public-Cloud-Umgebung übertragen können, wo skalierbare Rechenleistung nach Bedarf verfügbar ist.

Zu den Hauptvorteilen gehören:

  • Flexibilität: Bei einer Hybrid Cloud priorisierst du in einigen Fällen Kontrolle und in anderen Schnelligkeit, Innovation und Kostenersparnisse. Du bist an keinen der beiden Ansätze gebunden und du kannst Services je nach Einsatzzweck in deinem Unternehmen auswählen.
  • Sicherstellung von Compliance ohne den Zugriff auf alle Tools zu erschweren: Der Zugriff über die Private Cloud kann schwieriger sein, aber manchmal ist sie die beste Wahl, um Anforderungen an die Compliance zu erfüllen. Eine hybride Lösung erlaubt es dir, die Private Cloud einzusetzen, wenn Vorschriften dies erfordern, und für den Rest deiner Tools den einfachen Zugriff per Public Cloud zu ermöglichen.

Risiken und Herausforderungen der Hybrid Cloud

Gibt es bei dieser freien Auswahl auch Nachteile? Ja. Genau wie bei den anderen beiden Lösungen musst du Kompromisse eingehen. Unterschiedliche Faktoren entscheiden darüber, welche Lösung am besten zu deinem Unternehmen passt.

Die größte Herausforderung der Hybrid Cloud besteht in ihrer Komplexität. Deine IT-Teams müssen die Vor- und Nachteile von sowohl der Public als auch der Private Cloud managen. Sie müssen mehr Integrationsprobleme beheben und wahrscheinlich weitere Sicherheitsebenen einbauen. Außerdem benötigen Mitarbeiter womöglich zusätzliche Schulungen und es sind gegebenenfalls komplexere Prozesse nötig, um in beiden Clouds arbeiten zu können.

Hybrid Cloud = Hybrid IT

In einer Hybrid-Cloud-Umgebung muss dein IT-Team unweigerlich hybrid arbeiten. Das heißt, dass dein IT-Team nicht mehr nur herkömmliche lokale Server verwaltet. Es ist auch kein reines Cloud-Team, das nur Integrationen, Cloud-Anbieter usw. verwaltet. Stattdessen müssen seine Fähigkeiten beide Aufgabenbereiche abdecken: die Verwaltung von lokalen Ressourcen, Migrationen und/oder Rechenzentren als auch von Cloud-Tools, Integrationen, Anbietersicherheit, Compliance usw.

Vergleich: Public, Private und Hybrid Cloud

 

Public

Private

Hybrid

Hosting

Public

Geteilter Server

Private

Privater Server

Hybrid

Beide

Access

Public

Überall verfügbar

Private

Begrenzt

Hybrid

Beide

Wartung

Public

Durch den Anbieter

Private

Durch dein Team

Hybrid

Beide

Skalierung

Public

Oft automatisiert oder sofort verfügbar

Private

Manuell

Hybrid

Beide

Kosten

Public

Langfristig niedriger

Private

Kurzfristig niedriger

Hybrid

Beide

Updates

Public

Sofort verfügbar

Private

Vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich verfügbar

Hybrid

Beide

Störungsmanagement

Public

Vom Anbieter verwaltet

Private

Intern verwaltet

Hybrid

Beide

Bereit für Remote-Arbeit

Public

Ja

Private

Nein

Hybrid

Beide

Datenresidenz

Public

Verfügbar bei einigen Anbietern

Private

Ja

Hybrid

Beide

Anpassung

Public

Begrenzt

Private

Unbegrenzt

Hybrid

Beide

Du denkst, du bist noch nicht in der Public Cloud? Falsch gedacht.

Die meisten Unternehmen nutzen knapp 2.000 Cloud-Services, glauben jedoch, dass sie nur 30 verwenden. Von Canva über MailChimp bis hin zu inoffiziellen Slack-Setups: Wahrscheinlich nutzen deine Teams bereits die Public Cloud.

Dies bezeichnen wir als Schatten-IT. Und diese kann Sicherheitsrisiken für dein Unternehmen mit sich bringen.

Die gute Nachricht ist, dass du dieses Zusatzrisiko beheben kannst. Die Lösung ist ein Audit, bei dem du prüfst, welche Cloud-Services deine Mitarbeiter nutzen. Sobald du dies herausgefunden hast, kann dein IT-Team dafür sorgen, dass Services sicher genutzt werden, oder Mitarbeitern Alternativen aufzeigen, falls ein bestimmter Anbieter nicht den Sicherheitsstandards entspricht.

Die Zukunft der Cloud

Im Laufe der Jahre haben Unternehmen eine Reihe von Bedenken hinsichtlich der Cloud geäußert. Sicherheit. Anwendungsverfügbarkeit. Datenresidenz. Compliance. Aber die gute Nachricht ist: Jedes Jahr liefert die Cloud bessere Antworten auf alle dieser Bedenken. Tatsächlich sind die meisten Unternehmen mittlerweile der Meinung, dass die Cloud sicherer als lokale Lösungen ist. Zudem gibt es immer mehr Datenresidenzoptionen. Und bei den richtigen Anbietern ist Compliance von Anfang an in die Cloud integriert.

Die Cloud ist die Technologie der Zukunft und bereits jetzt migrieren zahlreiche Unternehmen in die Public Cloud. Wenn du überlegst, ebenfalls von deiner Serverlösung zur Cloud zu wechseln, besuche unser Migration Center. Hier findest du weitere Informationen, kostenlose Testversionen und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.

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