Überblick über die Umsetzung in Jira Product Discovery

Wie gelangen Ideen von der Ideenfindung zur Umsetzung?

Das Hauptziel des Softwareentwicklungszyklus (Software Development Lifecycle, kurz "SDLC") ist es, innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens und Budgets effizient und effektiv hochwertige Software zu produzieren, die die Kundenerwartungen erfüllt oder übertrifft. Zwar hat dabei jedes Team seine eigene Arbeitsweise, aber der grundlegende Workflow umfasst diese Phasen:

  1. Parkplatz: Wir beginnen mit "unsicheren" Ideen in einem Backlog, das zur Prüfung bereit ist. Diese Ideen wurden nicht recherchiert oder priorisiert und wurden wahrscheinlich von Kunden, Teams mit Kundenkontakt oder Führungskräften vorgeschlagen.

  2. Ideenfindung: Ideen werden mithilfe von Recherchen, Kundengesprächen und einer Validierung des Problems und der Lösung untersucht, um sicherzustellen, dass es sich lohnt, sie weiterzuverfolgen. Möglicherweise ist nur ein minimaler Entwicklungsaufwand erforderlich, z. B. ein technischer Spike, um die Machbarkeit einer Idee zu beurteilen. Am Ende wird eine Idee priorisiert (oder nicht).

  3. Bereit zur Umsetzung: Dies sind "sichere" Ideen, die geprüft, auf ihre Wirkung hin beurteilt und priorisiert wurden und nun vom Team bearbeitet werden sollen. Es handelt sich hier um den Übergangspunkt von der Ideenfindung zur Umsetzung, bei der die Entwicklung vorbereitet wird.

  4. Umsetzung: Die Arbeit an den Ideen hat begonnen. Sie werden entworfen, entwickelt, getestet und bereitgestellt.

  5. Auswirkungen: Wir haben geliefert! Nachdem die Ideen an die Kunden ausgeliefert wurden, überwachen wir ihre Auswirkungen und das Feedback. Einblicke, die sich daraus ergeben, fließen in die kommenden Verbesserungen ein und der Zyklus beginnt erneut.

Es ist einfach, sich vorzustellen, dass die Ideenfindung und Umsetzung zwei Phasen in einem Zyklus sind. Oft sind es aber keine konkreten Zeitpunkte und der Prozess ist nicht immer linear. Die Kontinuität des Ansatzes erfordert ein ständiges Zuhören und Iterieren.

Wie greifen Jira Product Discovery und Jira ineinander?

Jira Product Discovery bietet dir einen separaten Bereich für die Priorisierung und das Roadmapping. Es hilft dir bei der Entscheidung darüber, welche Ideen aus der Roadmap zuerst bearbeitet werden sollen. Sobald du dich für eine Idee entschieden hast, kannst du sie mit Umsetzungstickets in Jira verknüpfen. Idealerweise sollten in deinem Jira-Backlog keine Aufgaben stehen, von denen du nicht zu 100 % überzeugt bist. Die Bearbeitung der Ideenfindung und Umsetzung in Jira sorgt für weniger Kontextwechsel und mehr Transparenz. Außerdem können Geschäfts- und Technikteams dank des zentralen Workflows besser zusammenarbeiten.

Die folgende Tabelle zeigt dir, wie die Funktionen von Jira Product Discovery und Jira ineinandergreifen.

 

Jira Product Discovery

Jira

Zweck

Discovery

Delivery

Was

Hilft dir dabei, zu entscheiden, woran jetzt, als Nächstes und später gearbeitet werden soll

Hilft dir dabei, zu planen und zu verfolgen, wie Aufgaben erledigt werden sollen

Erledigte Aufgaben

Sammeln von Ideen und Einblicken

Priorisierung

Roadmapping

Planung der Ausführung

Zuordnung von Abhängigkeiten

Verfolgung der Umsetzung

Wie verbinde ich Ideen mit Umsetzungstickets in Jira?

Du kannst Jira Product Discovery-Ideen mit jedem Vorgangstyp in Jira verbinden. Solange sich dein Softwareprojekt auf derselben Site wie dein Ideenfindungsprojekt befindet, kannst du die Idee mit einem Epic verknüpfen, das mehrere untergeordnete Vorgänge hat. Du kannst die Idee bei Bedarf auch mit mehreren Epics über mehrere Softwareprojekte hinweg verbinden.

So verknüpfst du eine Idee mit einem Umsetzungsticket in Jira:

  1. Klicke auf eine beliebige Idee und dann oben rechts auf die Registerkarte Umsetzung.

  2. Wähle Umsetzungsticket erstellen aus, um ein Ticket zu erstellen und es dann mit einem neuen Epic oder Vorgang zu verknüpfen. Wähle Umsetzungsticket hinzufügen aus, wenn du es mit bereits vorhandenen Vorgängen verknüpfen möchtest.

Seitenleiste "Umsetzung"

So passt du den Umsetzungsfortschritt an

Sobald du deine Umsetzungstickets verknüpft hast, wird ein Fortschrittsbalken angezeigt, der über den Status deiner verknüpften Vorgänge informiert. Anhand der Anzahl der Vorgänge oder der Story Points, die du in Jira festgelegt hast, kannst du den Fortschritt schätzen.

So passt du den Umsetzungsfortschritt und -status an:

1. Klicke auf eine beliebige Idee und wähle im Ideenfeld die Registerkarte Umsetzung aus.

2. Klicke auf den Fortschrittsbalken und wähle Umsetzungsfortschritt konfigurieren aus.

3. Wähle den Schätzungstyp (Standard oder einfach) und den Schätzwert (Anzahl der Vorgänge oder Story Points) aus. Hinweis: Dein Jira-Projekt muss vom Unternehmen verwaltet sein, damit der Fortschritt basierend auf Story Points geschätzt werden kann.

Einzelheiten zu Schätzungstypen und Schätzwerten findest du in unserer Dokumentation.

So visualisierst du den Umsetzungsfortschritt in Ansichten

Nachdem du deine Umsetzungstickets verknüpft hast, kannst du außerdem spezielle Ansichten für den Umsetzungsfortschritt erstellen, indem du Felder hinzufügst, die anhand der mit der Idee in Jira verknüpften Epics und Vorgänge berechnet werden:

  • Umsetzungsstatus: Zeigt den Umsetzungsstatus der Idee an, der anhand der Anzahl der Vorgänge oder Story Points pro Status berechnet wird.

  • Umsetzungsfortschritt: Zeigt den Umsetzungsfortschrittsbalken der Idee an, der anhand der Anzahl der Vorgänge oder Story Points pro Status berechnet wird.

Du kannst auch zusätzliche Informationen wie "Fälligkeitsdatum", "Zugewiesene Person" oder "Team" hinzufügen.