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Onboarding-Leitfaden für Insight Cloud

Überblick

Dieser Leitfaden richtet sich an alle, die dabei sind, Insight in den Editionen Jira Service Management Cloud Premium oder Enterprise einzurichten. Mit Insight können Teams ihre Assets, Konfigurationselemente und Ressourcen nachverfolgen, um Einblick in kritische Beziehungen zwischen Anwendungen, Services, der zugrunde liegenden Infrastruktur und anderen wichtigen Assets zu erhalten. Insight basiert auf Jira und bietet Teams eine einfache und schnelle Möglichkeit, Assets und Konfigurationselemente mit Serviceanfragen, Vorfällen, Problemen, Änderungen und anderen Vorgängen zu verknüpfen, um wertvollen Kontext zu erhalten.


Schritt 1: Zugriff auf Insight

Unabhängig davon, ob du eine Lizenz- oder Testversion von Jira Service Management Premium oder Enterprise verwendest, kannst du über das obere Menü auf Insight zugreifen.

Zugriff auf Insight über das Hauptmenü in Jira Service Management Premium oder Enterprise

Schritt 2: Herausfinden, wie Insight strukturiert ist

Dieser Abschnitt gibt einen Überblick darüber, wie die Insight-Datenbank strukturiert ist.

Diagramm mit Objekt in der Mitte, Objekttyp eine Ebene höher und Objektschema auf höchster Ebene

Objekte

Ein Objekt ist alles, was einmalig und einzigartig ist – ein Laptop, ein Server, ein Gerät, ein Vertrag oder sogar ein Fahrzeug. Objekte sind deine tatsächlichen Assets/Configuration Items (CIs).

Objekte können mit deinen Jira-Vorgängen verknüpft werden, sodass du für eingehende Vorgänge sofort mehr Kontext hast. Objekte können auch mithilfe von Objektreferenzen miteinander verknüpft werden, um zu zeigen, welche Abhängigkeiten zwischen den Objekten bestehen.

Objekttypen

Ähnliche Objekte sind in Objekttypen gruppiert. Objekttypen fungieren als Container für deine Objekte. Objekttypen befinden sich in einem Schema und definieren die darin enthaltenen Objekte. Du kannst sie entweder selbst definieren oder eine Objektschemavorlage verwenden, die mit bestimmten anpassbaren Objekttypen vorausgefüllt ist. Zu den gängigen Objekttypen gehören:

  • Unternehmensservices
  • Server
  • Laptops
  • Software

Doch dabei muss es sich nicht um IT-Assets handeln. Viele Benutzer fügen andere hilfreiche Informationen hinzu, wie z. B.:

  • Anbieter
  • Standorte
  • Mitarbeiter
  • Geschäftliche Prioritäten

Du kannst Objekttypen in der Hierarchiestruktur so organisieren, wie es für dich sinnvoll ist. Diese Struktur dient hauptsächlich der Navigation und Lesbarkeit. Zu diesem Zweck kann sie auch leere Objekttypen enthalten. Sie kann jedoch auch für die Vererbung von Attributen konfiguriert werden, um die Erstellung von Objekttypen zu erleichtern.

Organisation von Objekttypen in einer Hierarchiestruktur

Objektschemata

Ein Objektschema ist die Configuration Management Database (CMDB), die deine Objekttypen und Objekte enthält. Du kannst in Insight mehrere Objektschemata erstellen, was aus verschiedenen Gründen nützlich ist:

  • Die Aufteilung der Daten in kleinere Einheiten erleichtert die Überprüfung der Daten und die Gewährleistung ihrer Genauigkeit.
  • Bei vertraulichen Daten wie z. B. Mitarbeiterinformationen ist es möglicherweise einfacher, all diese Daten in einem einzigen Objektschema mit eingeschränkten Zugriffsberechtigungen zu speichern.

Berücksichtige bei der Organisation der Daten in Insight, wie die Daten verwendet werden und wer sie aktualisiert, damit die Daten in logische Objektschemata gruppiert werden können. Du kannst für einen Anwendungsfall einfach mehrere Objektschemata anlegen und zwischen Objekten in verschiedenen Objektschemata Verknüpfungen erstellen.

Insight synchronisiert sich automatisch mit der Funktion "Services" in Jira Service Management. In der Insight-Datenbank wird ein schreibgeschütztes Objektschema mit Objekten erstellt, die für jeden in deiner Service-Registry dokumentierten Service eingegeben werden. Das bedeutet, dass du jetzt deine Jira Service Management-Services mit verschiedenen Assets und CIs verknüpfen kannst, um eine Service Map zu erstellen, die Änderungen, Vorfälle und Probleme unterstützt.

Objektattribute

Ein Attribut stellt eine bestimmte Information dar, die an ein Objekt angehängt ist, z. B. eine Beschreibung dieses Objekts, seine Modellnummer, ein anderes zugeordnetes Objekt oder ein Benutzer, der als Besitzer des Objekts zugewiesen ist.

Jeder Objekttyp hat seine eigenen Attribute. Der Objekttyp "Laptops" könnte beispielsweise folgende Attribute haben: Modell, Seriennummer, Benutzer, Ablaufdatum der Garantie usw.

Durch die Eingabe von tatsächlichen Werten für das Attribut wird ein Objekt definiert. Dies kann manuell oder automatisch erfolgen (siehe Schritt 4).

Alle Objekttypen haben vier obligatorische Attribute:

  1. Name
  2. Schlüssel
  3. Erstellungsdatum
  4. Datum der letzten Aktualisierung

Die letzten drei Attribute werden automatisch festgelegt. Alle anderen können vom Administrator definiert werden. Da es ein eindeutiges Schlüsselattribut gibt, muss der Name der einzelnen Objekte nicht eindeutig sein.

Festlegen von Objekttypattributen in Jira Service Management

Objektreferenzen

Eine Referenz ist eine Verbindung zwischen zwei verschiedenen Objekten in Insight. Jedes Objekt kann mit vielen anderen Objekten verbunden werden. Dies geschieht nicht direkt, sondern über Attribute, die Referenzen auf andere Objekte enthalten.

Wenn "Standort" beispielsweise ein eigener Objekttyp ist, kann jedes Objekt vom Typ "Standort" einer der Bürostandorte deines Unternehmens sein. So kannst du schnell den Standort der einzelnen Laptops festlegen, z. B. durch die Auswahl von "Stockholm".

Beispiel-Screenshot einer Objektreferenz in Jira Service Management

Objektreferenzen müssen nicht manuell festgelegt werden. Sie können automatisch mithilfe von Netzwerkscannern, Importern, Automatisierungsregeln usw. hinzugefügt werden.

Referenzen zwischen Objekten haben zwei wichtige Vorteile:

  1. Du kannst Abhängigkeiten zwischen deinen Objekten nachvollziehen. Beispielsweise kannst du deine ITSM-Anwendung Unternehmensservices und den verschiedenen Hosts, Betriebssystemen und Dateien zuordnen, von denen sie abhängen. Das kann unglaublich nützlich sein, um die Auswirkungen von Änderungen auf nachgelagerte Bereiche zu verstehen (wie z. B. die Folgen der Änderung eines Betriebssystems) und die Ursachen von Vorfällen und Problemen zu ermitteln. Da jedes Objekt mit einem Jira-Vorgang verknüpft werden kann, erstellst du außerdem im Laufe der Zeit eine umfassende Historie deiner Infrastruktur oder anderer Unternehmensressourcen, sodass du besser in der Lage bist, Vorgänge und Probleme zu lösen.
  2. Sie erleichtern die Verwaltung. Wenn zum Beispiel ein Büro von Montreal nach Toronto umzieht, musst du nur das Objekt "Montreal" aktualisieren und nicht jeden einzelnen Laptop von "Montreal" in "Toronto" umändern.

Es gibt zwei Arten von Objektreferenzen:

  1. Ausgehende Referenzen, bei denen es sich um Referenzen vom aktuellen Objekt zu einem anderen Objekt handelt
  2. Eingehende Referenzen, bei denen ein anderes Objekt auf das aktuelle Objekt verweist

Referenzen zwischen Objekten können mit dem grafischen Viewer angezeigt werden. Du kannst deine Referenztypen auswählen (z. B. Installationsort, Besitzer, Anbieter) und diese in den Objektschemaeinstellungen mit verschiedenen Farben kennzeichnen.

Anzeigen von Referenzen zwischen Objekten in einem Objektdiagramm

Berechtigungen in Insight

In Insight gibt es zwei Arten von Berechtigungen:

  • Objektschema-Berechtigungen: In den Einstellungen für Objektschemata kannst du festlegen, wer über Administratorberechtigungen für ein bestimmtes Objektschema verfügt, wer Objektschemadaten aktualisieren und wer die Daten nur anzeigen kann.
  • Objekttyp-Berechtigungen: Manchmal möchtest du vielleicht, dass Jira Service Management-Kunden bestimmte Informationen in einem Objektschema sehen können, aber keinen Zugriff auf alle Daten in diesem Schema haben. Das kannst du mit Objekttyp-Berechtigungen erreichen.

Schritt 3: Entscheiden, welche Daten einbezogen werden

Jede Instanz von Insight ist einzigartig, da in jedem Unternehmen andere Informationen verfolgt werden müssen. Insight kann alle Informationen speichern, die dir und deinem Unternehmen hilfreiche Einblicke geben. Welche spezifischen Assets oder Konfigurationselemente du einbeziehen solltest, hängt davon ab, was du erreichen möchtest. Dieser Abschnitt enthält unsere Tipps für die Einbeziehung von Daten.

Das Problem definieren

Die meisten Tools werden implementiert, um ein Problem zu lösen, und Insight bildet dabei keine Ausnahme. Möglicherweise werden deine Vorfälle nicht so schnell gelöst, wie du es dir wünschen würdest, oder vielleicht führen Änderungen an einem bestimmten Service häufig zu unerwarteten Ergebnissen, da du die Serviceabhängigkeiten nicht einfach erkennen kannst.

Ermittle zuerst dein Problem und definiere dann auf dieser Grundlage alles andere – von den beteiligten Personen bis hin zu den Assets und Informationen, die du in deine Datenbank aufnimmst. Sieh dir das Problem genau an, um zu verstehen, welche zusätzlichen Informationen erforderlich sind, um es zu lösen. Diese Informationen definieren deine Objekttypen.

Wenn du zu viele Informationen auf einmal hinzufügst, kann es schwierig sein, ihre Genauigkeit zu überprüfen. Versuche daher, dich immer nur auf ein Problem zu konzentrieren. Sobald dein erstes Problem gelöst ist, kannst du Insight ausbauen, um weitere Probleme zu lösen.

Mit Services beginnen

Wenn du Insight für das Konfigurationsmanagement verwenden möchtest, empfehlen wir dir, ganz oben bei deinen Services zu beginnen. Ordne dann zu, wovon diese Services abhängen (z. B. Anwendungen und Hosts). Anschließend kannst du zuordnen, wovon diese Abhängigkeiten abhängen und so weiter. Auf diese Weise erstellst du schnell eine Service Map, die verwendet werden kann, wenn Vorfälle und Änderungsanfragen eingehen. Du kannst nach Bedarf weitere Bereiche dokumentieren.

Über physische Aspekte hinausgehen

Da du in Insight die benötigten Objekte definieren kannst, bist du weder auf herkömmliche noch auf physische Assets beschränkt. Unternehmensservices sind beispielsweise keine physischen Assets, dennoch ist es oft von entscheidender Bedeutung, dass sie im Detail verstanden werden. Du kannst alle physischen und nicht-physischen Abhängigkeiten eines Service mit diesem verknüpfen. Wenn du dir also ein Unternehmensserviceobjekt ansiehst, erhältst du einen umfassenden Überblick über seine Funktionsweise.

Dir sind keine Grenzen gesetzt. Zu den gängigen Beispielen gehören Objekte von geschäftlicher Bedeutung, Umgebungstypen, Abteilungen/Teams, Standorte usw.

Beispiel: Kategorisieren von Unternehmensservices

Angenommen, alle deine Unternehmensservices werden unter dem Objekttyp "Unternehmensservices" zu Insight hinzugefügt. Möglicherweise möchtest du diese Unternehmensservices in die Kategorien "Finanzen", "Logistik", "Verkauf", "Infrastruktur" usw. einteilen. Diese Einteilung kannst du mit einem Attribut im Objekttyp "Unternehmensservices" vornehmen, oder du könntest diese Kategorien zu einem eigenen Objekttyp namens "Servicekategorie" machen.

"Unternehmensservices" als Beispiel für die Kategorisierung von Objekttypen

Dies hat den Vorteil, dass du Details (Attribute) hinzufügen kannst, die sich speziell auf die Unternehmensservice-Kategorie beziehen. Vielleicht gibt es jemanden, der für alle Unternehmensservices im Finanzbereich verantwortlich ist. Es empfiehlt sich nicht, diese Person direkt zu jedem "Unternehmensservice"-Objekt mit finanziellem Bezug hinzuzufügen, da dies die Verwaltung erschwert. Stattdessen kannst du sie einfach einmalig dem Objekt "Finanzen" im Objekttyp "Servicekategorie" hinzufügen. So musst du sie nur noch an einem Ort aktualisieren, ohne Daten zu duplizieren.

Du kannst auch Regeln erstellen, die den operativen Status jedes einzelnen Unternehmensservice aus dem Finanzbereich in einem Gesamtstatus für die Kategorie "Finanzen" zusammenfassen. So kannst du durch die Anzeige der Objekte in den Kategorien schnell erkennen, ob in den einzelnen Servicekategorien Probleme bei einem Service vorliegen.

Du musst diese Objekttypen nicht zu Insight hinzufügen. Allerdings ist es gut zu wissen, dass du nicht durch herkömmliche Assets/Konfigurationselemente eingeschränkt bist. Alles hängt davon ab, was du tun möchtest. Deshalb ist es so wichtig, dass du deine Ziele und die Informationen verstehst, die du brauchst, um diese zu erreichen.

Vorausplanen und schrittweise wachsen

Denke an alle Erweiterungen, die du in Zukunft vielleicht vornehmen möchtest. Dies wirkt sich darauf aus, welche Daten du einbeziehst, aber auch darauf, wie du deine Daten strukturierst.

Auch wenn es gut ist, das gewünschte Endergebnis im Hinterkopf zu behalten, empfehlen wir, Insight schrittweise aufzubauen. Ein enormes Release mit einer Genauigkeit der Daten von 100 % für Tausende von Objekten zu realisieren, ist äußerst schwierig. Klein anzufangen und im Laufe der Zeit neue Attribute, Objekte und Objektschemata hinzuzufügen, ist deutlich einfacher.

Wir empfehlen, ein Problem zu identifizieren und die Datenbasis in Insight entsprechend zu erweitern, damit es gelöst werden kann. Dann kannst du zum nächsten Problem übergehen und Insight nach Bedarf weiterentwickeln.

Realistische Anforderungen an die Genauigkeit stellen

Genauigkeit zu 100 % sollte stets das oberste Ziel sein. In der Praxis ist das jedoch nicht immer möglich. Solange die Daten genau genug sind, um einen höheren Geschäftswert zu bieten, als ohne sie möglich wäre, bist du immer noch im Vorteil. Viele CMDB-Projekte können sich verzögern oder sogar scheitern, da vor der Einführung darauf gewartet wird, dass sie "perfekt" sind.


Schritt 4: Die Daten in Insight importieren

Die manuelle Eingabe aller Daten könnte in einem großen Unternehmen ein ganzes Leben lang dauern. Deshalb gibt es ein paar Tools, die dir die Arbeit erleichtern.

Insight Discovery

Insight Discovery (kostenlos im Atlassian Marketplace erhältlich) ist ein agentenloser Scanner zur Erfassung der Netzwerkressourcen. Du kannst auswählen, welche Assets und Attribute du in deine Insight-Objektschemata übernehmen möchtest, und deine eigenen Scan-Muster erstellen, um speziellere Assets zu finden. Wenn du deine Scans nach einem Zeitplan ausführst, werden Änderungen erfasst und deine Daten bleiben immer auf dem neuesten Stand. Mit Automatisierungsregeln kannst du sogar basierend auf erkannten Änderungen Jira-Vorgänge, E-Mail-Benachrichtigungen und mehr auslösen.

Importmöglichkeiten

Mithilfe von Insight-Importen kannst du Daten aus anderen Quellen laden. Diese Importregeln können nach einem Zeitplan synchronisiert werden, um deine Daten nach Bedarf zu aktualisieren. Für jeden Importtyp musst du festlegen, wo sich die Daten befinden und wo sie in Insight gespeichert werden sollen.

CSV-Import

Wenn du eine Kalkulationstabelle wie Excel oder Sheets verwendest, die alle deine Assets enthält, kannst du deine Daten mithilfe der CSV-Importfunktion in Insight importieren. So verfügst du über ein integriertes und transparentes System, das dir die Verknüpfung von Assets mit Vorgängen und die Analyse der Auswirkungen ermöglicht.

JSON-Import

Du kannst Objekte mit einer JSON-Datei, die die zu importierenden Daten enthält, in Insight importieren.

Tipps und Tricks

Wir empfehlen, Insight Discovery und Importer in ruhigen Phasen so oft wie möglich auszuführen. Sieh dir an, wie oft sich Daten voraussichtlich ändern und wie wichtig sie sind, und lege dann auf dieser Grundlage die Häufigkeit der Ausführung fest. Dabei solltest du den Datenveränderungen immer etwas voraus sein.

Mit Insight Discovery kannst du verschiedene Scan-Muster mit unterschiedlicher Häufigkeit ausführen, sodass du weniger Ressourcen benötigst, um Insight so aktuell wie möglich zu halten.


Schritt 5: Die Strukturierung der Daten festlegen

Daten auf logische Objektschemata aufteilen

Wir empfehlen, basierend auf der Datenverwendung oder den Besitzern der Daten mehrere Objektschemata anzulegen.

Die Aufteilung deiner Daten auf verschiedene Objektschemata ist benutzerfreundlicher und erleichtert im Vergleich zu einem einzigen großen Schema die Verwaltung. Teams wie die HR- oder Finanzabteilung, die möglicherweise Informationen aus Insight benötigen, müssen nicht mit Informationen belastet werden, die für sie nicht wichtig sind. Außerdem ist es einfacher, ein Team darum zu bitten, regelmäßig die Datenqualität in einem Objektschema zu überprüfen, als nur bestimmte Teile eines großen Objektschemas.

Daten föderieren

Wenn du irgendwo eine perfekt nutzbare Datenbank oder Informationsquelle hast und bereits Prozesse vorhanden sind, um sie auf dem neuesten Stand zu halten, müssen die Daten nicht in Insight verschoben werden. In diesem Fall ist es vermutlich besser, mithilfe von Integrationen eine Kopie der relevanten Daten zu erstellen und diese Integrationen gemäß einem Zeitplan auszuführen, um die Insight-Informationen zu aktualisieren.

Insight bietet eine Reihe von Importern (siehe vorherigen Abschnitt). Mit diesen Importern kannst du die für Entscheidungen benötigten Informationen in einem Jira-Vorgang/in Insight selbst bereitstellen. Dabei werden keine zwei separaten Kopien aufbewahrt.

Manchmal erstellen Benutzer separate Objektschemata für diese importierten Daten. In anderen Fällen integrieren sie diese in größere Objektschemata. Wenn die Daten verschiedene Verwendungszwecke haben (wie z. B. IT-Support und HR), macht es mehr Sinn, für diese ein separates Objektschema anzulegen, anstatt sie direkt in das IT-Objektschema einzubinden und dann auch HR Zugriff auf dieses Schema zu gewähren.

Falls die Nutzung eines Importers nicht möglich ist, kannst du ein Objekt erstellen und ihm ein URL-Attribut zuweisen, das mit der anderen Datenbank verknüpft ist, in der weitere Informationen gefunden werden können. Das ist eine gute Option, wenn du nur möchtest, dass Agenten die Informationen anzeigen können, jedoch keine darauf basierenden Suchen oder Berichte erforderlich sind.

Die Wiederverwendung der gleichen Attribute vermeiden

Wenn ein Attribut an vielen Orten verwendet wird und wiederholt dieselben Werte hat, ist es oft sinnvoller, es zu einem eigenen Objekttyp zu machen. Du könntest beispielsweise für Objekttypen wie "Laptop", "Telefon", "Drucker" und "Monitor" ein Attribut namens "Anbieter" haben. Für die einzelnen Objekte müsstest du dann den Anbieternamen für den jeweiligen Laptop oder das jeweilige Telefon eingeben (oder importieren).

Das ist in Ordnung. Allerdings ist es aus folgenden Gründen effizienter, einen Objekttyp namens "Anbieter" anzulegen und jeden Anbieter als Objekt festzulegen:

  • Vielleicht möchtest du mehr als nur den Namen des Anbieters. Möglicherweise benötigst du andere Informationen zum Anbieter, wie z. B. die Telefonnummer des Supports oder Links zu Verträgen. Du möchtest diese Eingabe sicherlich nicht für jeden Laptop und jedes Telefon wiederholen. Es genügt jedoch, diese Informationen nur einmal zu erfassen und mit dem Objekt für den Anbieter zu verknüpfen. Dies ist auch hilfreich, wenn du in Jira Service Management bestimmte Aufgaben des Anbietermanagements durchführen möchtest.
  • Der Anbieter wird auf diese Weise standardisiert, sodass Berichte einfacher ausgeführt werden können. Wenn du einen Bericht über die Anzahl der Supportanfragen pro Anbieter erstellen möchtest, kannst du dir sicher sein, dass dir keine Informationen fehlen, weil jemand irgendwo "Micrsoft oder "Aple" geschrieben hat.
  • Wenn der Anbieter einen neuen Namen hat oder eine Änderung an diesem erforderlich ist, musst du ihn nur an einem Ort aktualisieren.

Der Anbieter ist nur eines von vielen Beispielen, darunter geschäftliche Bedeutung, Deployment-Umgebungen, Abteilungen und Standorte.


Schritt 6: Benutzerdefinierte Insight-Felder für deine Jira-Vorgänge konfigurieren

In diesem Abschnitt wird erläutert, wie du Jira-Vorgänge so konfigurieren kannst, dass sie mit Insight-Objekten verknüpft werden. Dabei könnte es sich um das Hinzufügen eines betroffenen Unternehmensservice zu deinen Vorfallvorgängen, das Hinzufügen eines Computers zu einem Vorgang für eine Hardware-Anfrage oder das Hinzufügen einer Reihe potenziell betroffener Hosts zu einem Vorgang bezüglich einer Änderungsanfrage handeln.

Insight gibt dir Zugriff auf ein neues, spezifisches benutzerdefiniertes Insight-Feld. Dieses benutzerdefinierte Feld muss so konfiguriert werden, dass es auf eine bestimmte Gruppe von Objekten verweist.


Schritt 7: Automatisierung einrichten

Insight führt neue objektbezogene Automatisierungstrigger und -aktionen ein, mit denen verschiedene Aufgaben automatisiert werden können.

Zum Beispiel:

  • Aktualisieren des Besitzers oder Status eines Laptops während des Workflows einer Serviceanfrage
  • Aktualisieren des Status von Teilen deiner Infrastruktur auf "Incident in Progress" (Vorfall in Bearbeitung), wenn ein Vorfallvorgang eingeht
  • Automatische Weiterleitung von Jira-Vorgängen an bestimmte Mitarbeiter basierend auf den angehängten Objekten
  • Benachrichtigung wichtiger Personen, wenn Lizenzen, Verträge oder Garantien demnächst ablaufen

Schritt 8: Maßnahmen für die Genauigkeit deiner Daten festlegen

Es ist wichtig, dass du deine Daten immer auf dem neuesten Stand hältst. Sonst stützen sich die Teams bei ihrer Arbeit auf falsche Annahmen, wodurch sich die Lösung von Vorfällen verzögern oder es nach einer Serviceanfrage sogar zu einem falschen Ergebnis kommen kann.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie du deine Daten in Insight auf dem neuesten Stand halten kannst. Dabei wird in vielen Fällen zur Erledigung von arbeitsintensiven Aufgaben Automatisierung genutzt.

  1. Überprüfe regelmäßig deine Daten.
    Insight-Automatisierungsregeln können eingerichtet werden, um Benutzer zu benachrichtigen, dass eine geplante Datenprüfung ansteht. So werden sie daran erinnert, eine schnelle Integritätsprüfung durchzuführen, damit wichtige Assets auf dem neuesten Stand sind.
  2. Synchronisiere regelmäßig Insight Discovery und die relevanten Importer und Integrationen.
    Wenn Insight nicht häufig genug mit externen Datenquellen synchronisiert wird, kann dies zur Ansammlung veralteter Daten führen. Überlege dir, wie häufig sich die Daten in deiner externen Quelle ändern und wie häufig sie in Jira Service Management verwendet werden, um das richtige Gleichgewicht zu finden. Wenn sich Daten häufig ändern und regelmäßig mit Vorgängen verknüpft sind, müssen sie möglicherweise alle 24 Stunden synchronisiert werden. Bei anderen Integrationen genügen möglicherweise Wochen oder sogar Monate.
  3. Nutze Automatisierungsregeln.
    Wenn in Jira-Vorgängen Entscheidungen getroffen werden, die Asset-/Konfigurationsdaten ändern, ist es wichtig, dies in Insight zu erfassen.

Wenn ein Agent beispielsweise beschließt, einem Benutzer einen neuen Laptop zu geben, um seinen defekten Laptop zu ersetzen, müssen in Insight folgende Informationen erfasst werden:

  • Beim neuen Laptop muss der Antragsteller als Besitzer angegeben und der Status auf "In Betrieb" aktualisiert werden.
  • Beim alten Laptop muss der Besitzer entfernt und der Status auf "fehlerhaft" aktualisiert werden.

Während der Agent dies an den Antragssteller weitergibt, kannst du diese Art von Informationen mit Bildschirmmasken für den Übergang und Insight-Folgefunktionen erfassen und die neuen Status und Besitzer in Insight mithilfe von Automatisierung festlegen.

Dies ist nur ein Beispiel, aber wenn du Insight in deine Jira-Workflows integrierst, solltest du überlegen, welche Informationen aus dem Vorgang möglicherweise wieder an Insight übermittelt werden müssen. Im Idealfall solltest du die manuelle Aktualisierung von Insight auf ein Minimum reduzieren, da dies leicht vergessen werden kann.


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