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Cloud- und lokale Lösungen im Vergleich

Bei einem Vergleich von Cloud-Lösungen und lokalen Lösungen liegt die Cloud-Lösung bei fast jeder Unternehmensart vorne. Tatsächlich entscheiden sich 95 % der Atlassian-Kunden sofort für die Cloud. Und 90 % der Kunden, die von lokalen Lösungen in die Cloud wechseln, geben an, dass sie den Wechsel empfehlen würden.*

Aber was genau ist der Unterschied zwischen diesen Ansätzen? Warum bevorzugen so viele Teams die Cloud? Und was solltest du wissen, wenn du dich zwischen beiden entscheiden musst?

Lies weiter und finde es heraus.

Was ist die Cloud?

Einfach gesagt: Die Cloud beschreibt Software und Services, die im Internet ausgeführt werden – und nicht auf einem PC oder einem dedizierten Server in deinem Büro oder Rechenzentrum. Der Zugriff auf die Cloud ist von jedem Standort aus möglich. Alles, was du brauchst, sind eine Internetverbindung und ein Browser oder eine App.

Viele Cloud-Unternehmen bieten ein SaaS-Geschäftsmodell (Software-as-a-Service), bei dem ein Kunde ein Abonnement für die Software-Anwendung des Anbieters abschließt, und die Software den Benutzern des Kunden über das Internet bereitgestellt wird.

In den meisten Fällen ist der SaaS-Anbieter verantwortlich für die Aufrechterhaltung der Leistung, des Hostings, des Speicherplatzes und des Betriebs der Software. Datensicherheit, Datenschutz und Anwendungsleistung sind integriert – ohne Bedarf an Upgrades oder Management durch dein Team.

Wenn Cloud-Benutzer beschreiben sollen, was sie an der Cloud am meisten schätzen, sagen sie meist: Die Cloud entlastet Teams bei grundlegenden Wartungsarbeiten und sie können sich auf wichtigere Aufgaben konzentrieren.

Evan Lerer, Director of Engineering bei Redfin beschreibt es so: "Ganz ehrlich: Es ist Zeit- und Geldverschwendung, wenn unsere Entwickler oder IT-Mitarbeiter unsere Systeme vor Ort verwalten. Wenn es ein Unternehmen gibt, dessen Produkte uns überzeugen, warum sollten wir ihm dann nicht auch diese Aufgaben überlassen? So können wir uns unseren Kernkompetenzen widmen."

Was sind lokale Lösungen?

Cloud-Services werden über das Internet bereitgestellt und von einem Anbieter verwaltet. Lokale Services hingegen werden über Server innerhalb deines Unternehmens bereitgestellt und von internen Teams verwaltet.

Bei lokaler Software kaufst du eine Lizenz mit einer vorab festgelegten Benutzeranzahl (normalerweise mit höheren Vorlaufkosten im Vergleich zu einem Abonnementmodell). Dein IT-Team kümmert sich um die Installation, das Hosting und die fortlaufende Verwaltung der Anwendung (manchmal hilft hierbei der Anbieter oder ein Service-Drittanbieter gegen eine zusätzliche Gebühr). Dein Team ist darüber hinaus verantwortlich für Software- und Hardwareupgrades sowie für die Aufrechterhaltung der Anwendungsverfügbarkeit.

Die wesentlichen Unterschiede von Cloud- und lokalen Lösungen

Der Hauptunterschied zwischen Cloud- und lokalen Lösungen besteht darin, wo deine Software und deine Daten gespeichert werden und wer für Wartung, Upgrades und den Umgang mit größeren Vorfällen verantwortlich ist.

Aber das ist nicht der einzige Unterschied. Auch die Bereiche Sicherheit, Skalierbarkeit, Kosten, Unterstützung von Remote-Teams und Innovationsgeschwindigkeit unterscheiden sich. Und die Cloud-Variante ist fast immer die richtige Lösung.

Sicherheit

92 % der Atlassian-Kunden sagen, dass die Sicherheit in der Cloud genauso hoch oder höher als bei Serverlösungen ist.* Und wir stimmen dem zu.

Bei lokalen Lösungen greift dein Team normalerweise über eine einzige Anmeldung auf die erforderlichen Tools zu. Dieser Ansatz ist einfach, sorgt aber auch dafür, dass eine einzelne Sicherheitsverletzung dein gesamtes System gefährden kann, also alle Kundendaten, internen Daten und deinen gesamten Code. Auch wenn du glaubst, dass dein System sicher ist: Sobald Angreifer ein Schlupfloch finden, bricht es in sich zusammen.

Bei führenden Sicherheitslösungen für die Cloud (wie zum Beispiel von Atlassian) wird hingegen ein Zero-Trust-Ansatz verfolgt. Dieser umfasst granulare Benutzerberechtigungen und automatische Sicherheitsüberprüfungen für jeden Benutzer und jedes Tool. Wenn ein Hacker bei diesem Ansatz die Anmeldedaten eines Benutzers verwendet, dann kann er nur auf die Daten, den Code und die Bereiche zugreifen, die mit dieser Anmeldung verbunden sind. Ganz zu schweigen davon, dass die Anmeldung ihn nicht weit bringt, wenn sein Gerät oder seine Aktivität verdächtig aussehen.

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Im Vergleich zu unseren lokalen Lösungen haben sich die Stabilität und Sicherheit deutlich verbessert. Die Skalierung mit individuellen Benutzerlizenzen ist sehr kostengünstig.

Jarrett Prosser
Lead Engineer, Rollercoaster Digital

Skalierbarkeit

Ein weiterer Unterschied zwischen Cloud- und lokalen Lösungen ist die Skalierbarkeit.

Bei lokalen Installationen ist die Skalierung immer von der Zeit des Tech-Teams und den verfügbaren Ressourcen abhängig. Bei steigenden Benutzerzahlen müssen lokale Teams entweder die Rechenleistung vorhandener Rechner erhöhen (vertikale Skalierung) oder weitere Rechner hinzufügen (horizontale Skalierung).

Zuverlässige Skalierbarkeit

Um dies zu erreichen, musst du wahrscheinlich einen langwierigen Genehmigungsprozess durchlaufen, Server bestellen, Load Balancer einrichten, vorhandene Rechner für Upgrades offline nehmen und Zeit in den bereits vollen Zeitplänen deiner IT-Teams einplanen. Der Prozess erfolgt manuell und muss im Voraus geplant werden.

Mit der Cloud sparst du dir den Aufwand manueller Upgrades und kannst deine Systeme so einrichten, dass sie sofort automatisch hoch- und runterskalieren können. Das heißt: Auch bei unerwarteten Nutzungsspitzen und -flauten kann dein System in Echtzeit reagieren. Eine Beteiligung deines IT-Teams oder zusätzliche Genehmigungen sind nicht erforderlich.

Kosten

36 % der Kunden, die von Server- zu Cloud-Lösungen wechselten, gaben an, dass sie ihre Betriebskosten senken konnten.* Und es wären noch mehr, wenn man die vielen versteckten Kostenfaktoren von lokalen Lösungen einberechnen würde. Zum Beispiel die Systemwartung, Updateverwaltung, Sicherheitsüberwachung und Leistungsverbesserung durch das Tech-Team sowie die weniger sichtbaren Kosten für Ausfälle, die Bereitstellung übermäßig vieler Ressourcen und ungenutzte Lizenzen.

Kosten senken und den Gewinn steigern

In unserem Artikel So steigerst du deinen Gewinn in der Cloud haben wir es so beschrieben: "Die eigentliche Frage lautet also nicht, welche Lösung kostengünstiger ist. Es geht vielmehr darum, ob du kurzfristig oder auf lange Sicht planst. Vergleichst du nur die sichtbaren Vorlaufkosten? Oder betrachtest du das große Ganze und berücksichtigst die Gesamtbetriebskosten, die vom Zeitaufwand der IT bis zum Austausch von Servern alles umfassen? Wenn du über die Spitze des Eisbergs hinausschaust, werden sich dir zahlreiche Möglichkeiten eröffnen, wie du mit der Cloud langfristig Kosten sparen kannst."

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Die Kosten waren kurzfristig höher, aber langfristig werden wir Verwaltungskosten einsparen.

Bryan Kennedy
IT Director, Science Museum of Minnesota*

Vorfallmanagement und Ausfälle

Ein weiterer Aspekt, in dem sich Cloud- und Serverlösungen unterscheiden, ist die Verantwortung bei Vorfällen.

Bei lokalen Deployments muss dein IT-Team umgehend auf jeden größeren Vorfall reagieren – sei es zu den Hauptbetriebszeiten oder mitten in der Nacht. Kannst du dir vorstellen, wie viel diese Vorfälle durchschnittlich kosten? Forscher haben herausgefunden, dass sie mit Kosten zwischen 5.600 und 9.000 US-Dollar pro Minute zu Buche schlagen.

In der Cloud trägt dein Anbieter die Verantwortung für Vorfälle. Das bedeutet: weniger Stress für dein Team und keine nächtlichen Anrufe mehr. Noch besser ist es, wenn dein Anbieter eine SLA-basierte Verfügbarkeitsgarantie liefert (wie bei den Premium- und Enterprise-Tarifen von Atlassian). So kannst du dir sicher sein, dass die Verfügbarkeit nie unter ein bestimmtes Niveau fällt.

Speicherplatz

Ein lokaler Speicher unterliegt dem begrenzten Speicherplatz, der auf deinen Servern verfügbar ist, und muss von deinem Tech-Team gewartet werden. In der Cloud kannst du ganz einfach mehr Speicher anfordern, indem du ein Abonnementupgrade vornimmst. Außerdem werden alle gespeicherten Daten sowie Backups von deinem Anbieter gewartet.

REMOTE-ARBEIT

Lokale Instanzen können Remote-Arbeit unterstützen – theoretisch. Normalerweise ist hierfür aber ein komplexes Konstrukt aus virtuellen Maschinen, selbstgehosteten VPNs sowie Daten, auf die nur vor Ort zugegriffen werden kann, erforderlich. Die Cloud hingegen wurde speziell für die Remote-Arbeit und verteilte Teams entwickelt. Sie ermöglicht den sicheren Zugriff von jedem Standort aus. Alles, was dafür erforderlich ist, sind eine Internetverbindung und geeignete Berechtigungen.

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Unser Hauptgrund für die Migration war die bessere Unterstützung von Remote-Benutzern. Dies war während der COVID-19-Krise [von entscheidender Bedeutung], da wir sicher auf unseren Code zugreifen konnten, ohne Unternehmens-VPNs zu verwenden.

Damien Gray
Principal Laser Optics Engineer, EOS North America*

Einzel- vs. Mehrmandantenmodell

Von einem Einzelmandantenmodell spricht man, wenn ein einzelnes Unternehmen Software auf einem einzelnen Server hostet. Bei einem Mehrmandantenmodell hingegen wird der Server von mehreren Unternehmen geteilt.

Bei lokalen Systemen ist das Einzelmandantenmodell die Norm. Bei Cloud-Lösungen hingegen kannst du der einzige Mandant deines eigenen dedizierten Servers sein oder ein Mehrmandantensystem nutzen, bei dem du den Server mit anderen Cloud-Kunden teilst.

Unabhängig davon, ob es sich um eine Cloud- oder Serverlösung handelt: Die Vorteile des Einzelmandantenmodells sind Kontrolle und Flexibilität. Du nutzt den Server für dich allein und kannst ihn genau auf die Anforderungen deiner Teams anpassen. Außerdem haben Nachfragespitzen bei der Rechenleistung oder Datenschutzverletzungen in anderen Systemen keinen Einfluss auf die Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit oder Verfügbarkeit deiner Systeme.

Das Mehrmandantenmodell hingegen ist günstiger, effizienter und erlaubt eine schnellere Skalierung. Mit dem richtigen Anbieter und einer SLA-basierten Verfügbarkeitsgarantie ist es außerdem kaum anfällig für Ausfälle oder Verfügbarkeitsprobleme.

Anpassung

Es ist nicht verwunderlich, dass lokale Deployments, bei denen dein IT-Team die volle Kontrolle über deine Server, Updates und Wartungsarbeiten hat, etwas besser anpassbar sind als Cloud-Tools, die von deinem Anbieter bereitgestellt, gewartet und aktualisiert werden.

Auf den ersten Blick ist dies ein Vorteil lokaler Lösungen – aber wir sind anderer Meinung. Unbegrenzte Anpassbarkeit kann nämlich erhebliche Nachteile mit sich bringen. Server-Admins berichteten uns in diesem Zusammenhang von unübersichtlichen Workarounds, unbrauchbaren Tipps und Tricks, suboptimalen (oder zu vielen) Konfigurationen, der Lösung der falschen Probleme und technischen Schulden, um die sich keiner richtig kümmern konnte.

Die Cloud löst diese Probleme mit standardmäßigen Workflows, bei denen Anpassung möglich, aber kein Muss ist. Dank Anwendungen und Integrationen haben Administratoren in der Cloud fast dieselben Möglichkeiten wie auf ihrem eigenen Server – aber können viel übersichtlicher und ordentlicher arbeiten.

Sind Cloud-Lösungen besser als lokale Lösungen?

Wir denken schon! Wir sind sogar so sehr von der Cloud überzeugt, dass wir kürzlich bekannt gegeben haben, dass Atlassian ab 2024 keine lokalen Softwarelösungen mehr anbietet. Die Cloud ist einfach besser – innovativer, sicherer, günstiger und geeigneter für Remote-Teams – und wir erwarten, dass Cloud-Lösungen Serverlösungen in den nächsten Jahren weiterhin deutlich übertreffen werden.

89 % unserer Kunden gaben an, dass sie schon in den ersten sechs Monaten von den Vorteilen der Cloud profitierten. 60 % sagten, dass sich in der Cloud auf Sicherheit und Versions-Upgrades verlassen können. Und 41 % berichteten, dass sich die Mitarbeiterzufriedenheit nach dem Wechsel in die Cloud erheblich verbessert hat.*

Und schließlich: 90 % der Kunden, die von Server- zu Cloud-Lösungen migriert sind, gaben an, dass sie die Cloud empfehlen würden.*

Hybrid Cloud: das Beste aus beiden Welten

Du bist noch nicht sicher, ob du vollständig in die Public Cloud wechseln möchtest? Kein Problem – viele Unternehmen verfolgen einen hybriden Ansatz, bei dem sie einige Daten in der Public Cloud hosten und andere in einer selbstgehosteten Private Cloud. So können sie Daten hinter ihren Firewalls speichern und trotzdem auf eine Public-Cloud-Umgebung zugreifen, in der skalierbare Rechenleistung auf Abruf verfügbar ist.

Migration zu Cloud

41 % der Atlassian-Kunden gaben an, dass die Migration von ihrer lokalen Umgebung in die Cloud einfacher war als erwartet.* Falls du eine Migration planst, besuche das Atlassian Cloud Migration Center. Hier findest du Hilfe, Informationen und Schritt-für-Schritt-Anleitungen, die dir den Wechsel erleichtern.

* Basierend auf einer TechValidate-Umfrage unter mehr als 300 Atlassian-Kunden.

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